Rechen­grö­ßen der Sozi­al­ver­si­che­rung 2006

Das Bun­des­ka­bi­nett hat die Ver­ord­nung über maß­ge­ben­de Rechen­grö­ßen der Sozi­al­ver­si­che­rung für 2006 (Sozi­al­ver­si­che­rungs-Rechen­grö­ßen­ver­ord­nung 2006) beschlos­sen.

Rechen­grö­ßen der Sozi­al­ver­si­che­rung 2006

Damit erfolgt die jähr­li­che Aktua­li­sie­rung von Rechen­grö­ßen der Sozi­al­ver­si­che­rung, also von Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze, Bezugs­grö­ße und Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze, die vor­zu­neh­men ist auf­grund der Ein­kom­mens­ent­wick­lung im Jah­re 2004 in Höhe von 0,42 v.H. in den alten bzw. 0,51 v.H. in den neu­en Bun­des­län­dern. Für die Fort­schrei­bung der bun­des­ein­heit­lich gel­ten­den Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­zen in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ist die bun­des­ein­heit­li­che Ein­kom­mens­ent­wick­lung in Höhe von 0,45 v.H. maß­ge­bend.

Die für die all­ge­mei­ne Ren­ten­ver­si­che­rung rele­van­te Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze (West) für das Jahr 2006 wird 5.250 Euro/​Monat betra­gen (2005: 5.200 Euro). Die Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze (Ost) beträgt im Jahr 2006 4.400 Euro/​Monat, die­ser Betrag ent­spricht auf­grund der gerin­gen Lohn­ent­wick­lung im Jahr 2004 und der anzu­wen­den­den gesetz­li­chen Run­dungs­re­ge­lung dem des Jah­res 2005.

Die Bezugs­grö­ße, die für vie­le Wer­te in der Sozi­al­ver­si­che­rung von Bedeu­tung ist (z. B. für die Fest­set­zung der Min­dest­bei­trags­be­mes­sungs­grund­la­ge für frei­wil­li­ge Mit­glie­der in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung und für die Bei­trags­be­rech­nung von ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Selb­stän­di­gen in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung), wird für das Jahr 2006 auf 2.450 Euro/​Monat (West) und 2.065 Euro/​Monat (Ost) fest­ge­setzt. In der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung gilt eine ein­heit­li­che Bezugs­grö­ße für Ost und West in Höhe von 2.450 Euro/​Monat.

Die Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze) wird – wie in der Ver­gan­gen­heit auch – an die Ent­wick­lung der Brut­to­löh­ne und ‑gehäl­ter der Arbeit­neh­mer ange­passt. Die Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze für das Jahr 2006 wird auf 47.250 Euro fest­ge­setzt. Die­se Gren­ze ent­spricht – wie bis­her – dem Wert von 75 % der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze in der all­ge­mei­nen Ren­ten­ver­si­che­rung. Für Arbeit­neh­mer, die bereits am 31. Dezem­ber 2002 auf­grund der zu die­sem Zeit­punkt gel­ten­den Rege­lun­gen wegen des Über­schrei­tens der danach fest­ge­setz­ten Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze ver­si­che­rungs­frei waren, wird die Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze für das Jahr 2006 42.750 Euro betra­gen. Die­ser Wert ist iden­tisch mit der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung.

Die Ver­ord­nung bedarf noch der Zustim­mung des Bun­des­ra­tes.