Steu­er­nach­for­de­rung nach wider­ru­fe­ner Lohn­steu­er­aus­kunft II

Beim Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf sind noch zahl­rei­che Ver­fah­ren anhän­gig, in denen sich Arbeit­neh­mer unter Beru­fung auf eine zuvor erteil­te Lohn­steu­er­an­ru­fungs­aus­kunft gegen Steu­er­nach­for­de­run­gen der Finanz­ver­wal­tung wen­den. Aus­gangs­punkt des Streits sind Son­der­zah­lun­gen, wel­che der Arbeit­ge­ber im Zusam­men­hang mit dem Wech­sel der Zusatz­ver­sor­gungs­kas­se geleis­tet hat und die in 2002 bis 2005 zu Unrecht der Lohn­ver­steue­rung unter­wor­fen wor­den waren.

Steu­er­nach­for­de­rung nach wider­ru­fe­ner Lohn­steu­er­aus­kunft II

Nach­dem zunächst das Finanz­ge­richt zunächst die Voll­zie­hung eines Ein­kom­men­steu­er­än­de­rungs­be­schei­des 1 und in einer Ent­schei­dung vom 28. Mai 2009 (13 V 801/​09 A(E)) die Voll­zie­hung eines Nach­for­de­rungs­be­schei­des wegen ernst­li­cher Zwei­fel an der Recht­mä­ßig­keit der Beschei­de aus­ge­setzt hat­te, hat ein ande­rer Senat des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf nun jedoch zwei die­ser Kla­gen in der Haupt­sa­che abge­wie­sen.

Einer Anru­fungs­aus­kunft kommt, so das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf in die­sen bei­den Urtei­len, nur im Ver­hält­nis zwi­schen Betriebs­stät­ten-Finanz­amt und dem Arbeit­ge­ber Bin­dungs­wir­kung zu.

Die vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf zuge­las­se­ne Revi­si­on wur­de zwi­schen­zeit­lich gegen bei­de Urtei­le beim Bun­des­fi­nanz­hof ein­ge­legt 2 (Vor­in­stanz 11 K 1116/​09 E). Die übri­gen beim Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf anhän­gi­gen Ver­fah­ren ruhen im Hin­blick auf die­se bei­den anhän­gi­gen Revi­si­ons­ver­fah­ren.

Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urtei­le vom 5. Novem­ber 2009 – 11 K 1116/​09 E und 11 K 832/​09 E

  1. FG Düs­sel­dorf, Beschluss vom 14.05.2009 – 13 V 757/​09 A(E) []
  2. BFH – IV R 61/​09 und VI R 63/​09[]