Steu­er­fest­set­zung trotz Mas­seun­zu­läng­lich­keit

Soweit eine (Ein­kom­men-)Steu­er­schuld eine Mas­se­ver­bind­lich­keit dar­stellt, ist es für das Fest­set­zungs­ver­fah­ren uner­heb­lich, dass der Insol­venz­ver­wal­ter Mas­seun­zu­läng­lich­keit nach § 210 InsO ange­zeigt hat.

Steu­er­fest­set­zung trotz Mas­seun­zu­läng­lich­keit

Hier­in liegt allein ein Voll­stre­ckungs­ver­bot, wel­ches nach § 251 Abs. 2 AO die Befug­nis­se des Finanz­am­tes ein­schränkt, den Ver­wal­tungs­akt ‑hier einen Steu­er­be­scheid- zu voll­stre­cken.

Den­noch ist die­ser Ein­kom­men­steu­er­be­scheid zu erlas­sen, die Ein­kom­men­steu­er vor­lie­gend also fest­zu­set­zen 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 1. Juni 2016 – X R 26/​14

  1. vgl. hin­sicht­lich der Funk­tio­nen der Mas­seun­zu­läng­lich­keit nach § 210 InsO, wenn auch zur Kraft­fahr­zeug­steu­er: BFH, Urteil vom 29.08.2007 – IX R 58/​06, BFHE 218, 432, BSt­Bl II 2008, 322[]