Ver­lust­vor­trag – und der Grund­frei­be­trag

In der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ist geklärt, dass Ver­lus­te nach § 10d Abs. 2 Satz 1 EStG auch in sol­che Ver­an­la­gungs­zeit­räu­me vor­zu­tra­gen sind, in denen der Steu­er­pflich­ti­ge ein Ein­kom­men unter­halb des Grund­frei­be­trags nach § 32a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EStG hat1.

Ver­lust­vor­trag – und der Grund­frei­be­trag

Ob zuguns­ten des Steu­er­pflich­ti­gen eine Nicht­ver­an­la­gungs-Beschei­ni­gung aus­ge­stellt wor­den ist, spielt kei­ne Rol­le. Denn die­se dient der Abstand­nah­me vom Steu­er­ab­zug (§ 44a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG; vgl. BFH, Beschluss vom 15.05.2013 – VI R 33/​12, BFHE 241, 203, BSt­Bl II 2014, 238, unter Rz 21; Schmid­t/We­ber-Grel­let, EStG, 35. Aufl., § 44a Rz 5 f.).

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 14. April 2016 – IX B 138/​15

  1. vgl. BFH, Beschluss vom 11.02.2009 – IX B 207/​08, BFH/​NV 2009, 920, m.w.N. []