Werbungskostenabzug – und die Ausschlussfrist des Finanzgerichts

11. August 2017 | Einkommensteuer
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Für den Abzug von Aufwendungen als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung nach § 9 EStG trifft den Kläger die objektive Beweislast (Feststellungslast) für die Tatsachen, die den Abzug der Werbungskosten dem Grunde und der Höhe nach rechtfertigen1.

Zum Nachweis solcher Aufwendungen kann das Finanzgericht dem Steuerpflichtigen eine Ausschlussfrist nach § 79b Abs. 1 FGO setzen sowie Erklärungen und Beweismittel, die erst nach Ablauf der nach § 79b Abs. 1 und 2 FGO gesetzten Frist vorgebracht werden, zurückweisen und ohne weitere Ermittlungen entscheiden, wenn ihre Zulassung nach der freien Überzeugung des Gerichts die Erledigung des Rechtsstreits verzögert, der Beteiligte die Verspätung nicht genügend entschuldigt und er über die Folgen einer Fristversäumung belehrt worden ist.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 25. April 2017 – VIII R 64/13

  1. BFH, Beschluss vom 27.01.2011 – IX B 149/10, BFH/NV 2011, 791; zur entsprechenden Beweislast für den Werbungskostenabzug bei den anderen Überschusseinkünften BFH, Urteile vom 20.01.1978 – VI R 193/74, BFHE 124, 508, BStBl II 1978, 338; vom 16.03.1984 – VI R 174/80, BFHE 140, 460, BStBl II 1984, 433

 
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