Wer­bungs­kos­ten­ab­zug – und die Aus­schluss­frist des Finanz­ge­richts

Für den Abzug von Auf­wen­dun­gen als Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung nach § 9 EStG trifft den Klä­ger die objek­ti­ve Beweis­last (Fest­stel­lungs­last) für die Tat­sa­chen, die den Abzug der Wer­bungs­kos­ten dem Grun­de und der Höhe nach recht­fer­ti­gen 1.

Wer­bungs­kos­ten­ab­zug – und die Aus­schluss­frist des Finanz­ge­richts

Zum Nach­weis sol­cher Auf­wen­dun­gen kann das Finanz­ge­richt dem Steu­er­pflich­ti­gen eine Aus­schluss­frist nach § 79b Abs. 1 FGO set­zen sowie Erklä­run­gen und Beweis­mit­tel, die erst nach Ablauf der nach § 79b Abs. 1 und 2 FGO gesetz­ten Frist vor­ge­bracht wer­den, zurück­wei­sen und ohne wei­te­re Ermitt­lun­gen ent­schei­den, wenn ihre Zulas­sung nach der frei­en Über­zeu­gung des Gerichts die Erle­di­gung des Rechts­streits ver­zö­gert, der Betei­lig­te die Ver­spä­tung nicht genü­gend ent­schul­digt und er über die Fol­gen einer Frist­ver­säu­mung belehrt wor­den ist.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. April 2017 – VIII R 64/​13

  1. BFH, Beschluss vom 27.01.2011 – IX B 149/​10, BFH/​NV 2011, 791; zur ent­spre­chen­den Beweis­last für den Wer­bungs­kos­ten­ab­zug bei den ande­ren Über­schus­s­ein­künf­ten BFH, Urtei­le vom 20.01.1978 – VI R 193/​74, BFHE 124, 508, BSt­Bl II 1978, 338; vom 16.03.1984 – VI R 174/​80, BFHE 140, 460, BSt­Bl II 1984, 433[]