Zah­lun­gen vom gemein­sa­men Ehe­gat­ten-Kon­to

Zah­lun­gen von einem gemein­sa­men Kon­to der Ehe­gat­ten gel­ten unab­hän­gig davon, aus wes­sen Mit­teln das Gut­ha­ben auf dem Kon­to stammt, jeweils für Rech­nung des­je­ni­gen geleis­tet, der den Betrag schul­det, sofern kei­ne beson­de­ren Ver­ein­ba­run­gen getrof­fen wur­den.

Zah­lun­gen vom gemein­sa­men Ehe­gat­ten-Kon­to

Wie der Gro­ße Bun­des­fi­nanz­hof des Bun­des­fi­nanz­hofs in sei­nem Beschluss in BFHE 189, 160, BSt­Bl II 1999, 782 aus­drück­lich ent­schie­den hat, ist bei der Zurech­nung von Zah­lun­gen von einem Oder-Kon­to gleich­gül­tig, aus wes­sen Mit­teln das Gut­ha­ben auf dem Kon­to stammt.

Des­halb ist es uner­heb­lich, dass es sich im vor­lie­gen­den Fall bei dem Oder-Kon­to um das Betriebs­kon­to des Ehe­man­nes han­del­te, über das sei­ne betrieb­li­chen Ein­nah­men und Aus­ga­ben abge­wi­ckelt wur­den. Ent­schei­dend für den Betriebs­aus­ga­ben­ab­zug ist grund­sätz­lich nicht, ob Zah­lun­gen von einem betrieb­li­chen oder pri­va­ten Kon­to erfol­gen, son­dern ob sie i.S. des § 4 Abs. 4 EStG betrieb­lich ver­an­lasst sind.

Dies war vor­lie­gend nicht der Fall, da mit den Zah­lun­gen vom Oder-Kon­to die pri­va­te Dar­le­hens­schuld der Ehe­frau getilgt wur­de.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 21. Febru­ar 2017 – VIII R 10/​14