Ent­schei­dung durch den kon­sen­tier­ten Ein­zel­rich­ter – und der Wider­ruf der Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung

Ein wirk­sa­mer Wider­ruf einer Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung zur Ent­schei­dung durch den Bericht­erstat­ter nach § 79a Abs. 3 und 4 FGO, soweit die­ser über­haupt zuläs­sig sein kann 1, liegt nicht vor, wenn es bei objek­ti­ver Betrach­tung an der nach­träg­li­chen wesent­li­chen Ände­rung der Pro­zess­la­ge fehlt 2.

Ent­schei­dung durch den kon­sen­tier­ten Ein­zel­rich­ter – und der Wider­ruf der Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung

Vor­lie­gend mach­te der Klä­ger ledig­lich eine im Lau­fe des Ver­fah­rens ein­ge­tre­te­ne bes­se­re Erkennt­nis auf­grund sach­ge­rech­ter Bera­tung durch sei­nen Steu­er­be­ra­ter gel­tend. Da die­ser Steu­er­be­ra­ter den Klä­ger seit Beginn des Kla­ge­ver­fah­rens im März 2013 ver­trat, und somit auch bereits bei Abga­be der Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung am 22.04.2013, ist eine nach­träg­li­che wesent­lich geän­der­te Pro­zess­la­ge nicht erkenn­bar.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 12. Janu­ar 2016 – X B 79/​15

  1. vgl. inso­weit BFH, Beschluss vom 10.02.2011 – II S 39/​10 (PKH), BFHE 232, 310, BSt­Bl II 2011, 657, m.w.N.[]
  2. vgl. z.B. Gräber/​Stapperfend, Finanz­ge­richts­ord­nung, 8. Aufl., § 79a Rz 26, m.w.N.[]