Ent­schei­dung über unzu­läs­si­ge Revi­si­on – trotz Unter­bre­chung des Ver­fah­rens

Ein Gericht ist an der Ent­schei­dung über eine unzu­läs­si­ge Kla­ge oder ein unzu­läs­si­ges Rechts­mit­tel nicht gehin­dert, obwohl über das Ver­mö­gen des Klä­gers das Insol­venz­ver­fah­ren eröff­net wor­den ist.

Ent­schei­dung über unzu­läs­si­ge Revi­si­on – trotz Unter­bre­chung des Ver­fah­rens

Zwar wird ein Kla­ge­ver­fah­ren im Fal­le der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens nach § 155 FGO i.V.m. § 240 Satz 1 der Zivil­pro­zess­ord­nung (ZPO) unter­bro­chen, wenn es die Insol­venz­mas­se betrifft.

Aller­dings kann ein Rechts­mit­tel, das bereits vor der Unter­bre­chung des Ver­fah­rens unzu­läs­sig war, in ent­spre­chen­der Anwen­dung des § 249 Abs. 3 ZPO auch wäh­rend der Unter­bre­chung des Ver­fah­rens ver­wor­fen wer­den 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 29. März 2017 – VI R 83/​14

  1. BGH, Beschluss vom 10.10.2013 – III ZR 358/​13, Höchst­rich­ter­li­che Finanz­recht­spre­chung 2014, 562, m.w.N.; BFH, Beschluss vom 09.05.2007 – IV B 10/​07, BFH/​NV 2007, 2118, m.w.N., sowie FG Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Gerichts­be­scheid vom 18.06.2012 2 K 54/​12[]