Basis­zins für das ver­ein­fach­te Ertrags­wert­ver­fah­ren

Die steu­er­li­che Bewer­tung nicht notier­ter Antei­le an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten und des Betriebs­ver­mö­gens erfolg­te seit Genera­tio­nen von Steu­er­be­ra­tern stets nach dem Stutt­gar­ter Ver­fah­ren. Nun­mehr gilt hier­für § 203 BewG, wonach die Bewer­tung anhand eines ver­ein­fach­ten Ertrags­wert­ver­fah­rens zu erfol­gen hat.

Basis­zins für das ver­ein­fach­te Ertrags­wert­ver­fah­ren

Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat nun den Basis­zins für die Anwen­dung des ver­ein­fach­ten Ertrags­wert­ver­fah­rens bekannt gege­ben, der aus der lang­fris­tig erziel­ba­ren Ren­di­te öffent­li­cher Anlei­hen abge­lei­tet ist. Die Deut­sche Bun­des­bank
hat hier­für anhand der Zins­struk­tur­da­ten

  • auf den 2. Janu­ar 2007 einen Wert von 4,02% und
  • auf den 2. Janu­ar 2008 einen Wert von 4,58%

errech­net.

Der Basis­zins auf den 2. Janu­ar 2007 ist für Bewer­tungs­stich­ta­ge ab dem 1. Janu­ar 2007 bis zum 31. Dezem­ber 2007 und der Basis­zins auf den 1. Janu­ar 2008 ist für Bewer­tungs­stich­ta­ge ab dem 1. Janu­ar 2008 bis zum 31. Dezem­ber 2008 anzu­wen­den, wenn ein Erwer­ber einen Antrag nach Arti­kel 3 des Erb­StRG auf rück­wir­ken­de Anwen­dung des durch das Erb­StRG geän­der­ten, am 1. Janu­ar 2009 in Kraft getre­te­nen Erb­schaft­steu­er- und Bewer­tungs­rechts gestellt hat.

Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen, Schrei­ben vom 17. März 2009 – IV C 2 – S 3102÷07÷0001 – (2009÷0179314)