Ber­li­ner Tes­ta­ment, Pflicht­teils­ver­zicht und Erb­schaft­steu­er

Haben Ehe­leu­te ihre Kin­der im Wege eines Ber­li­ner Tes­ta­ments zu Schluss­erben ein­ge­setzt und ver­ein­ba­ren die­se mit dem über­le­ben­den Ehe­gat­ten, jeweils gegen Zah­lung einer erst mit des­sen Tod fäl­li­gen Abfin­dung auf die Gel­tend­ma­chung der Pflicht­tei­le nach dem erst­ver­stor­be­nen Ehe­gat­ten zu ver­zich­ten, kön­nen die Kin­der beim Tod des über­le­ben­den Ehe­gat­ten kei­ne Nach­lass­ver­bind­lich­kei­ten i.S. des § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG aus die­ser Ver­ein­ba­rung abzie­hen. Die Abfin­dungs­ver­pflich­tun­gen stell­ten für den über­le­ben­den Ehe­gat­ten kei­ne wirt­schaft­li­che Belas­tung dar.

Ber­li­ner Tes­ta­ment, Pflicht­teils­ver­zicht und Erb­schaft­steu­er

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 27. Juni 2007 – II R 30/​05