Bewer­tung unbe­bau­ter Grund­stü­cke vor 2007

Es bedarf der Klä­rung in einem Revi­si­ons­ver­fah­ren, ob es für den Nach­weis eines nied­ri­ge­ren gemei­nen Werts von unbe­bau­ten Grund­stü­cken für Bewer­tungs­stich­ta­ge vor dem 1. Janu­ar 2007 auf die Wert­ver­hält­nis­se am Bewer­tungs­stich­tag oder am 1. Janu­ar 1996 ankommt.

Bewer­tung unbe­bau­ter Grund­stü­cke vor 2007

§ 138 Abs. 1 Satz 2, Abs. 4 BewG, wonach es für Fest­stel­lun­gen von Grund­be­sitz­wer­ten bis zum 31. Dezem­ber 2006 auf die Wert­ver­hält­nis­se zum 1. Janu­ar 1996 ankommt, ist zwar aus­ge­lau­fe­nes Recht. Die von der Klä­ge­rin auf­ge­wor­fe­ne Fra­ge hat aber noch für eine Viel­zahl von Ver­fah­ren Bedeu­tung und ist noch nicht abschlie­ßend geklärt. Der BFH hat bereits ent­schie­den 1, dass es beim Nach­weis eines nied­ri­ge­ren gemei­nen Werts von bebau­ten Grund­stü­cken nicht auf die Wert­ver­hält­nis­se vom 1. Janu­ar 1996, son­dern auf die­je­ni­gen im Zeit­punkt der Ent­ste­hung der Steu­er ankommt. Ob dies auch für den Nach­weis eines nied­ri­ge­ren gemei­nen Werts von unbe­bau­ten Grund­stü­cken nach § 145 Abs. 3 Satz 3 BewG gilt, ist noch offen und klä­rungs­be­dürf­tig.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 30. März 2009 – II B 168/​08

  1. BFH, Urteil vom 3. Dezem­ber 2008 – II R 19/​08, DStR 2009, 573[]