Bio­lo­gi­scher Vater = Steu­er­klas­se III

Beim Erwerb eines Kin­des von sei­nem leib­li­chen Vater, der nicht auch der recht­li­che Vater ist ("bio­lo­gi­scher Vater"), fin­det die Steu­er­klas­se III Anwen­dung.

Bio­lo­gi­scher Vater = Steu­er­klas­se III

Erbt ein Kind von sei­nem bio­lo­gi­schen Vater, fin­det auf das Erbe nicht die für Kin­der güns­ti­ge Erb­schaft­steu­er­klas­se – I Anwen­dung, son­dern es wird nach der Steu­er­klas­se III besteu­ert. Das­sel­be gilt, wenn der bio­lo­gi­sche Vater sei­nem Kind zu Leb­zei­ten eine Schen­kung macht.

§ 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se I Nr. 2 ErbStG sieht vor, dass auf Kin­der und Stief­kin­der die Steu­er­klas­se I anzu­wen­den ist. In die­ser Klas­se fällt bei einem Erwerb bis 75.000 € eine Steu­er in Höhe von 7 % an. In der Steu­er­klas­se III sind dafür bereits 30 % Steu­er zu zah­len. Bes­ser kom­men Kin­der auch bei den Frei­be­trä­gen weg. Sie erhal­ten 400.000 €, bei Steu­er­klas­se III hin­ge­gen ledig­lich 20.000 €.

In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Streit­fall hat­te ein Vater geklagt, der nur der leib­li­che, aber nicht der recht­li­che Vater sei­ner beschenk­ten Toch­ter war. Der Schen­ker war also "nur" der sog. bio­lo­gi­sche Vater sei­ner Toch­ter. Der recht­li­che Vater war ein ande­rer Mann, mit dem die Mut­ter zum Zeit­punkt der Geburt des Kin­des ver­hei­ra­tet war. Der bio­lo­gi­sche Vater schenk­te sei­ner leib­li­chen Toch­ter 30.000 € und bean­trag­te beim Finanz­amt die Anwen­dung der güns­ti­gen Steu­er­klas­se I. Das Finanz­amt lehn­te mit dem Hin­weis ab, die Steu­er­klas­se I fin­de nur im Ver­hält­nis der Toch­ter zu ihrem recht­li­chen Vater Anwen­dung. Recht­li­cher Vater sei aber der Ehe­mann der Mut­ter und nicht der schen­ken­de bio­lo­gi­sche Vater.

Das erst­in­stanz­lich hier­mit befass­te Hes­si­sche Finanz­ge­richt gab dem bio­lo­gi­schen Vater Recht [1]. Es gebe kei­nen Grund, die ein­schlä­gi­ge Bestim­mung des § 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se I Nr. 2 ErbStG nach den zivil­recht­li­chen Rege­lun­gen eng aus­zu­le­gen und nur den Erwerb vom recht­li­chen Vater zu pri­vi­le­gie­ren. Der Bun­des­fi­nanz­hof sah dies nun anders:

Für die Steu­er­klas­sen­ein­tei­lung nach § 15 Abs. 1 ErbStG sind die bür­ger­lich-recht­li­chen Vor­schrif­ten der §§ 1589 ff. BGB über die Abstam­mung und Ver­wandt­schaft maß­ge­bend. Die­se unter­schei­den zwi­schen dem recht­li­chen Vater und dem bio­lo­gi­schen Vater und akzep­tie­ren, dass die recht­li­che und die bio­lo­gi­sche Vater­schaft aus­ein­an­der­fal­len kön­nen. Nur der recht­li­che Vater hat gegen­über dem Kind Pflich­ten, wie zum Bei­spiel zur Zah­lung von Unter­halt. Außer­dem ist das Kind nur gegen­über sei­nem recht­li­chen, nicht aber sei­nem bio­lo­gi­schen Vater erb- und pflicht­teils­be­rech­tigt. Dies recht­fer­tigt es, den recht­li­chen Vater auch für die Erb­schaft- und Schen­kungsteu­er finan­zi­ell bes­ser zu stel­len. Könn­te ein Kind von sei­nem recht­li­chen und zugleich von sei­nem bio­lo­gi­schen Vater nach der Steu­er­klas­se I erwer­ben, wäre dies schließ­lich eine Bes­ser­stel­lung gegen­über Kin­dern, die, wie in den aller­meis­ten Fäl­len, nur "einen ein­zi­gen" Vater haben und nur von die­sem steu­er­güns­tig erwer­ben kön­nen.

Nach § 15 Abs. 1 ErbStG rich­tet sich die Steu­er­klas­sen­ein­tei­lung im Regel­fall für jeden ein­zel­nen Erb- oder Schen­kungs­fall nach dem per­sön­li­chen Ver­hält­nis des Erwer­bers zum Erb­las­ser oder Schen­ker. Die Ein­tei­lung der Steu­er­pflich­ti­gen in unter­schied­li­che Steu­er­klas­sen ist maß­ge­bend für die Bestim­mung der per­sön­li­chen Frei­be­trä­ge (§§ 16, 17 ErbStG) und die Höhe des Steu­er­sat­zes (§ 19 ErbStG). Zur Steu­er­klas­se I gehö­ren u.a. Kin­der und Stief­kin­der (§ 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se I Nr. 2 ErbStG). In die Steu­er­klas­se III fal­len alle übri­gen Erwer­ber (§ 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se III ErbStG). Die Steu­er­klas­se III gilt nach dem Wort­laut der Vor­schrift auch für den Erwerb eines Kin­des von des­sen bio­lo­gi­schem Vater.

Für die Steu­er­klas­sen­ein­tei­lung nach § 15 Abs. 1 ErbStG sind die bür­ger­lich-recht­li­chen Vor­schrif­ten über die Abstam­mung und Ver­wandt­schaft maß­ge­bend [2].

Nach § 1589 Abs. 1 Satz 1 BGB sind Per­so­nen, deren eine von der ande­ren abstammt, in gera­der Linie ver­wandt. Vater eines Kin­des in die­sem Sin­ne ist der Mann, der zum Zeit­punkt der Geburt mit der Mut­ter ver­hei­ra­tet ist, der die Vater­schaft aner­kannt hat oder des­sen Vater­schaft gericht­lich fest­ge­stellt ist (§ 1592 BGB; Über­schrift des Buches 4, Abschn. 2, Titel 2 BGB: "Abstam­mung") [3]. Das Vor­lie­gen einer der drei Vor­aus­set­zun­gen führt dazu, dass ein Mann als recht­li­cher Vater ange­se­hen wird. Aus der recht­li­chen Vater­schaft lei­ten sich Rech­te und Pflich­ten ab. Der Vater ist z.B. dem Kind zum Unter­halt ver­pflich­tet (vgl. § 1601 i.V.m. § 1589 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 1592 BGB). Das Kind ist gegen­über sei­nem recht­li­chen Vater erb- (vgl. § 1924 Abs. 1 BGB) und pflicht­teils­be­rech­tigt (vgl. § 2303 Abs. 1 Satz 1 BGB).

Die bio­lo­gi­sche Abstam­mung allein führt nicht zur recht­li­chen Vater­schaft [4]. Dies begeg­net kei­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken. Die Begrün­dung fami­liä­rer Rechts­be­zie­hun­gen ist gesetz­lich zwar so zu gestal­ten, dass den leib­li­chen Eltern eines Kin­des in der Regel auch die recht­li­che Stel­lung als Eltern ein­ge­räumt wird. Der Gesetz­ge­ber ist aber nicht ver­pflich­tet, die recht­li­che Aner­ken­nung der Eltern­schaft stets von der Prü­fung abhän­gig zu machen, von wem das Kind im Ein­zel­fall bio­lo­gisch abstammt. Es genügt, aus bestimm­ten tat­säch­li­chen Umstän­den und sozia­len Situa­tio­nen auf die leib­li­che Abstam­mung eines Kin­des zu schlie­ßen und auf­grund die­ser Ver­mu­tung die Zuwei­sung der recht­li­chen Eltern­stel­lung vor­zu­neh­men, wenn dies in aller Regel zu einem Zusam­men­tref­fen von leib­li­cher und recht­li­cher Eltern­schaft führt. Kon­se­quenz der gesetz­li­chen Ver­mu­tungs­re­ge­lung ist, dass leib­li­che und recht­li­che Vater­schaft im Ein­zel­fall aus­ein­an­der­fal­len kön­nen [5].

Die Sys­te­ma­tik des § 15 ErbStG ver­langt die Anwen­dung der Steu­er­klas­se I im Ver­hält­nis des Kin­des zu sei­nem bio­lo­gi­schen Vater nicht.

§ 15 Abs. 1a ErbStG spricht nicht für, son­dern gegen die Ein­ord­nung des Erwerbs vom bio­lo­gi­schen Vater in die Steu­er­klas­se I.

Gemäß § 15 Abs. 1a ErbStG gel­ten die Steu­er­klas­sen I und II Nr. 1 bis 3 auch dann, wenn die Ver­wandt­schaft durch Annah­me als Kind bür­ger­lich-recht­lich erlo­schen ist. Die Vor­schrift wur­de durch das Gesetz zur Ände­rung und Ver­ein­fa­chung des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes und ande­rer Geset­ze vom 18.08.1980 [6] ein­ge­fügt und beruht auf einer Ände­rung des Adop­ti­ons­rechts [7]. Gemäß § 1755 Abs. 1 Satz 1 BGB i.d.F. des Adop­ti­ons­ge­set­zes vom 02.07.1976 [8] erlö­schen mit der Annah­me Min­der­jäh­ri­ger (Über­schrift des Buches 4, Abschn. 2, Titel 7, Unter­ti­tel 1 BGB: "Annah­me Min­der­jäh­ri­ger") mit Aus­nah­me bestimm­ter Ver­wand­ten­ad­op­tio­nen nach § 1756 BGB das Ver­wandt­schafts­ver­hält­nis des Kin­des und sei­ner Abkömm­lin­ge zu den bis­he­ri­gen Ver­wand­ten und die sich aus ihm erge­ben­den Rech­te und Pflich­ten. Bei einem Erwerb des Kin­des von sei­nen bis­he­ri­gen Ver­wand­ten hät­te dies erb­schaft­steu­er­recht­lich zur Anwen­dung der Steu­er­klas­se III geführt. Um die­sen Nach­teil zu ver­hin­dern, wur­de § 15 Abs. 1a ErbStG geschaf­fen [9].

§ 15 Abs. 1 und Abs. 1a ErbStG haben zur Fol­ge, dass die Steu­er­klas­sen I und II Nr. 1 bis 3 sowohl bei Erwer­ben in dem durch Adop­ti­on Min­der­jäh­ri­ger neu begrün­de­ten Ver­wandt­schafts­kreis als auch bei Erwer­ben im bis­he­ri­gen Ver­wandt­schafts­kreis gel­ten, also eine Dop­pel­be­güns­ti­gung ein­tritt [10], obwohl im bis­he­ri­gen Ver­wandt­schafts­kreis Unter­halts- sowie Erb- und Pflicht­teils­an­sprü­che für die Zukunft erlö­schen [11]. Damit trägt der Gesetz­ge­ber aber nicht der bio­lo­gi­schen Abstam­mung des Kin­des Rech­nung. Die Begüns­ti­gung von Erwer­ben im bis­he­ri­gen Ver­wandt­schafts­kreis beruht viel­mehr auf der ‑durch Adop­ti­on erlo­sche­nen- recht­li­chen Ver­wandt­schaft des Kin­des.

Gera­de der Umstand, dass der Gesetz­ge­ber mit § 15 Abs. 1a ErbStG eine beson­de­re erb­schaft­steu­er­recht­li­che Rege­lung für die Min­der­jäh­ri­genad­op­ti­on getrof­fen hat, spricht dafür, dass der Kinds­be­griff i.S. des § 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se I Nr. 2 ErbStG grund­sätz­lich nach bür­ger­lich-recht­li­chen Vor­schrif­ten aus­zu­le­gen ist. § 15 Abs. 1a ErbStG bewirkt eine ‑gesetz­ge­be­risch gebil­lig­te- aus­nahms­wei­se Dop­pel­be­güns­ti­gung. Für den gesetz­lich nicht gere­gel­ten Fall eines ehe­ma­li­gen Adop­ti­ons­ver­hält­nis­ses hat der BFH dem­entspre­chend die Mög­lich­keit einer sol­chen Dop­pel­be­güns­ti­gung ver­neint [12].

Des Wei­te­ren hat der Gesetz­ge­ber in § 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se I Nr. 2 ErbStG aus­drück­lich Stief­kin­der ein­be­zo­gen. Stief­kin­der sind kei­ne Kin­der i.S. des bür­ger­lich-recht­li­chen Kinds­be­griffs und fie­len ohne die­se expli­zi­te Nen­nung nicht in Steu­er­klas­se I. Eine sol­che aus­drück­li­che Rege­lung der Anwen­dung der Steu­er­klas­se I fehlt für das Ver­hält­nis eines Kin­des zu sei­nem bio­lo­gi­schen Vater.

Die Ein­ord­nung des Kin­des als übri­ger Erwer­ber i.S. des § 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se III ErbStG bei einem Erwerb von sei­nem bio­lo­gi­schen Vater ent­spricht dem Sinn und Zweck des § 15 ErbStG.

Mit der Bes­ser­stel­lung von Erwer­bern der Steu­er­klas­se I begüns­tigt § 15 Abs. 1 ErbStG die Wei­ter­ga­be von Fami­li­en­ver­mö­gen an Ehe­gat­ten und Lebens­part­ner sowie an vor­her­ge­hen­de und nach­fol­gen­de Genera­tio­nen. Die Begüns­ti­gung dient dem ver­fas­sungs­recht­lich gebo­te­nen Schutz von Ehe und Fami­lie (Art. 6 Abs. 1 des Grund­ge­set­zes ‑GG-) und ver­wirk­licht das Fami­li­en­prin­zip als Gren­ze für das Maß der Steu­er­be­las­tung. Danach ist die fami­liä­re Ver­bun­den­heit der nächs­ten Ange­hö­ri­gen zum Erb­las­ser oder Schen­ker erb­schaft­steu­er­recht­lich zu berück­sich­ti­gen. Der steu­er­li­che Zugriff ist bei Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen der­art zu mäßi­gen, dass die­sen der Nach­lass zumin­dest zum deut­lich über­wie­gen­den Teil oder, bei klei­ne­ren Ver­mö­gen, völ­lig steu­er­frei zugu­te­kommt [13].

Die erb­schaft­steu­er­recht­li­che Begüns­ti­gung von Kin­dern folgt aus der im bür­ger­li­chen Fami­li­en- und Erbrecht ange­leg­ten Mit­be­rech­ti­gung der Kin­der am Fami­li­en­gut. Kin­der haben auf­grund ihres Unter­halts­an­spruchs gegen ihre Eltern (§ 1601 BGB) an deren Ver­mö­gens­ver­hält­nis­sen teil [14]. Beim Tode der Eltern ste­hen ihnen ein gesetz­li­ches Erbrecht als Erben der ers­ten Ord­nung (§ 1924 BGB) und ein Pflicht­teils­an­spruch (§ 2303 Abs. 1 BGB) zu. Die­se Rech­te sol­len nach dem Wil­len des Gesetz­ge­bers die Wei­ter­ga­be des in der Fami­lie gebil­de­ten Ver­mö­gens an die nächs­te Genera­ti­on för­dern. Damit kor­re­spon­diert das Schutz­ziel des Fami­li­en­prin­zips, klei­ne und mitt­le­re Ver­mö­gen als Grund­la­ge der pri­va­ten Lebens­ge­stal­tung mög­lichst unge­schmä­lert in der Genera­tio­nen­fol­ge zu erhal­ten. Dem trägt die Ein­ord­nung von Kin­dern in die Steu­er­klas­se I Rech­nung [15].

Unter Beach­tung die­ses Geset­zes­zwecks ist es sach­ge­recht, den erb­schaft­steu­er­recht­li­chen Kinds­be­griff auf Kin­der i.S. des Abstam­mungs­rechts (§ 1592 BGB) zu beschrän­ken. Allein die bür­ger­lich-recht­li­che Abstam­mung begrün­det Unter­halts­pflich­ten sowie das gesetz­li­che Erbrecht und den Anspruch auf den Pflicht­teil. Dem­ge­gen­über bestehen im Rah­men der bio­lo­gi­schen Vater­schaft die­se gesetz­li­chen finan­zi­el­len Ver­pflich­tun­gen, die zur Bil­dung und Wei­ter­ga­be von Fami­li­en­ver­mö­gen bei­tra­gen, nicht. Dies recht­fer­tigt es, ein Kind bei Erwer­ben von sei­nem bio­lo­gi­schen Vater auf die ungüns­ti­ge­re Steu­er­klas­se III zu ver­wei­sen.

Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG erfor­dert kei­ne Aus­le­gung des § 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se I Nr. 2 ErbStG dahin­ge­hend, dass auf den Erwerb des Kin­des von sei­nem bio­lo­gi­schen Vater die Steu­er­klas­se I anzu­wen­den ist. Die grund­recht­lich geschütz­te Eltern­po­si­ti­on, mit der die Anwen­dung der Steu­er­klas­se I ver­knüpft ist, hat nur der recht­li­che Vater inne.

Gemäß Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG sind Pfle­ge und Erzie­hung des Kin­des Recht und Pflicht der Eltern. Nach der Recht­spre­chung des BVerfG steht zwar auch der leib­li­che, nicht recht­li­che Vater eines Kin­des unter dem Schutz der Grund­rechts­norm. Leib­li­cher Vater eines Kin­des zu sein, macht ihn aller­dings noch nicht zum Trä­ger des Eltern­rechts aus Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG. Die Norm schützt den leib­li­chen Vater ledig­lich in sei­nem Inter­es­se, die Rechts­stel­lung als Vater des Kin­des ein­zu­neh­men. Sie gewähr­leis­tet ihm den Zugang zu einem Ver­fah­ren, in dem die Vater­schaft über­prüft und das Eltern­recht gege­be­nen­falls recht­lich neu zuge­ord­net wird. Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG garan­tiert dem leib­li­chen Vater danach nicht das Eltern­recht, son­dern nur einen ver­fah­rens­recht­li­chen Zugang zu jenem Recht [16].

Trä­ger des Eltern­rechts ist, wer ‑ggf. infol­ge eines sol­chen Ver­fah­rens- recht­li­cher Vater eines Kin­des ist [17]. Nach der Recht­spre­chung des BVerfG kann der bio­lo­gi­sche Vater die Eltern­po­si­ti­on auch nicht neben dem recht­li­chen Vater ein­neh­men. Ein Neben­ein­an­der von zwei Vätern, denen zusam­men mit der Mut­ter jeweils die glei­che grund­recht­lich zuge­wie­se­ne Eltern­ver­ant­wor­tung für das Kind zukommt, ent­spricht nicht der Vor­stel­lung von elter­li­cher Ver­ant­wor­tung, die Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG zugrun­de liegt. Auch der gesell­schaft­li­che Wan­del fami­liä­rer Lebens­zu­sam­men­hän­ge for­dert dies nicht. Dass recht­li­che und leib­li­che Vater­schaft aus­ein­an­der­fal­len kön­nen, ist kein neu­es Phä­no­men, das sich auf die Ver­än­de­rung fami­liä­rer Struk­tu­ren zurück­füh­ren lie­ße. Es fin­det sei­ne Ursa­che viel­mehr in der Rechts­tra­di­ti­on, die Vater­schaft auf­grund bestimm­ter sozia­ler Sach­ver­hal­te zu ver­mu­ten, dar­auf die recht­li­che Zuord­nung des Kin­des zu stüt­zen und nur dann im Ein­zel­fall die leib­li­che Vater­schaft als Grund­la­ge für die recht­li­che fest­zu­stel­len, wenn die gesetz­li­che Ver­mu­tung nicht mehr trägt [18].

Die Anwen­dung der Steu­er­klas­se I auf den Erwerb des Kin­des von sei­nem bio­lo­gi­schen Vater ist auch im Lich­te des Art. 6 Abs. 1 GG nicht gebo­ten.

Gemäß Art. 6 Abs. 1 GG ste­hen Ehe und Fami­lie unter dem beson­de­ren Schutz der staat­li­chen Ord­nung. Nach der Recht­spre­chung des BVerfG bil­det auch der leib­li­che, aber nicht recht­li­che Vater eines Kin­des mit die­sem eine Fami­lie, die in den Schutz­be­reich des Art. 6 Abs. 1 GG fällt, wenn zwi­schen ihm und dem Kind eine sozia­le Bezie­hung besteht, die dar­auf beruht, dass er zumin­dest eine Zeit lang tat­säch­lich Ver­ant­wor­tung für das Kind getra­gen hat. Für die­sen Fall hat das BVerfG aus Art. 6 Abs. 1 GG aber ledig­lich ein Umgangs­recht des leib­li­chen Vaters abge­lei­tet [19]. Es wur­den ihm weder wei­ter­ge­hen­de Rech­te zuge­spro­chen noch Pflich­ten auf­er­legt, die denen des recht­li­chen Vaters ent­sprä­chen und eine steu­er­recht­li­che Pri­vi­le­gie­rung der Erwer­be vom leib­li­chen Vater recht­fer­tig­ten.

Eine Berück­sich­ti­gung der ‑als Aus­le­gungs­hil­fe für die Bestim­mung von Inhalt und Reich­wei­te von Grund­rech­ten her­an­zu­zie­hen­den- Euro­päi­schen Kon­ven­ti­on zum Schutz der Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten (EMRK) und der dazu ergan­ge­nen Recht­spre­chung des Euro­päi­schen Gerichts­hofs für Men­schen­rech­te (EGMR) [20] führt zu kei­nem ande­ren Ergeb­nis.

Gemäß Art. 8 Abs. 1 EMRK hat jede Per­son u.a. das Recht auf Ach­tung ihres Pri­vat- und Fami­li­en­le­bens. Nach des­sen Abs. 2 darf eine Behör­de in die Aus­übung die­ses Rechts nur ein­grei­fen, soweit der Ein­griff gesetz­lich vor­ge­se­hen und in einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft not­wen­dig ist für die natio­na­le oder öffent­li­che Sicher­heit, für das wirt­schaft­li­che Wohl des Lan­des, zur Auf­recht­erhal­tung der Ord­nung, zur Ver­hü­tung von Straf­ta­ten, zum Schutz der Gesund­heit oder der Moral oder zum Schutz der Rech­te und Frei­hei­ten ande­rer.

Nach der Recht­spre­chung des EGMR kann Art. 8 EMRK dahin­ge­hend aus­ge­legt wer­den, dass er den Mit­glied­staa­ten die Ver­pflich­tung auf­er­legt zu prü­fen, ob es dem Kin­des­wohl dient, dem leib­li­chen Vater den Auf­bau einer Bezie­hung zu sei­nem Kind zu ermög­li­chen, ins­be­son­de­re durch die Gewäh­rung eines Umgangs­rechts [21]. Dies bedeu­tet gege­be­nen­falls die Fest­stel­lung der leib­li­chen Vater­schaft in einem Umgangs­ver­fah­ren, wenn unter den beson­de­ren Umstän­den der Rechts­sa­che davon aus­ge­gan­gen wird, dass ein Umgang zwi­schen leib­li­chem Vater und Kind dem Kin­des­wohl die­nen wür­de [22]. Eine kon­ven­ti­ons­recht­li­che Pflicht, dem mut­maß­li­chen leib­li­chen Vater zu gestat­ten, die Stel­lung des recht­li­chen Vaters anzu­fech­ten, oder eine sepa­ra­te Kla­ge auf Fest­stel­lung der leib­li­chen Vater­schaft zuzu­las­sen, besteht aber nicht. Inso­weit besteht ein staat­li­cher Ermes­sens­spiel­raum [23].

Aus die­ser Recht­spre­chung lässt sich kei­ne kon­ven­ti­ons­recht­li­che Pflicht ablei­ten, Erwer­be vom bio­lo­gi­schen Vater steu­er­recht­lich genau­so wie Erwer­be vom recht­li­chen Vater zu behan­deln. Der EGMR hat Art. 8 EMRK nicht ent­nom­men, dass bio­lo­gi­sche und recht­li­che Väter gleich­zu­stel­len wären. Er unter­schei­det viel­mehr zwi­schen recht­li­cher Vater­schaft, die Eltern­ver­ant­wor­tung mit sämt­li­chen elter­li­chen Rech­ten und Pflich­ten bedeu­tet, und bio­lo­gi­scher Vater­schaft, die ledig­lich ein­zel­ne Rech­te, etwa zum Umgang mit dem Kind, ver­mit­telt.

Etwas ande­res ergibt sich nicht aus den Ent­schei­dun­gen des EGMR, nach denen die erbrecht­li­che Ungleich­be­hand­lung von nicht­ehe­li­chen und ehe­li­chen Kin­dern [24] und die Ungleich­be­hand­lung von Vätern nicht­ehe­li­cher Kin­der bezüg­lich des Zugangs zur elter­li­chen Sor­ge [25] Art. 14 (Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot) i.V.m. Art. 8 EMRK ver­let­zen. Grund für die Nicht­an­wen­dung der Steu­er­klas­se I auf den erb­schaft­steu­er­recht­li­chen Erwerb des Kin­des von sei­nem bio­lo­gi­schen Vater ist nicht des­sen feh­len­de Ehe mit der Mut­ter bei der Geburt des Kin­des, son­dern der Umstand, dass ein ande­rer Mann, der nicht mit der Mut­ter ver­hei­ra­tet sein muss, recht­li­cher Vater des Kin­des ist.

Ent­ge­gen der Ansicht des Hes­si­schen Finanz­ge­richts [1] recht­fer­tigt schließ­lich auch § 1686a BGB kei­ne ande­re Ent­schei­dung.

Gemäß § 1686a Abs. 1 Nr. 1 BGB hat der leib­li­che Vater, der ernst­haf­tes Inter­es­se an dem Kind gezeigt hat, solan­ge die Vater­schaft eines ande­ren Man­nes besteht, ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn der Umgang dem Kin­des­wohl dient, und gemäß § 1686a Abs. 1 Nr. 2 BGB ein Recht auf Aus­kunft von jedem Eltern­teil über die per­sön­li­chen Ver­hält­nis­se des Kin­des, soweit er ein berech­tig­tes Inter­es­se hat und dies dem Wohl des Kin­des nicht wider­spricht. Die Rege­lun­gen wur­den durch das Gesetz zur Stär­kung der Rech­te des leib­li­chen, nicht recht­li­chen Vaters vom 04.07.2013 [26] ein­ge­fügt und sind am 13.07.2013 in Kraft getre­ten. Dem leib­li­chen Vater, des­sen Kind mit den recht­li­chen Eltern in einer Fami­lie lebt und der zu sei­nem Kind kei­ne enge per­sön­li­che Bezie­hung auf­bau­en konn­te, soll unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ein Umgangs- und Aus­kunfts­recht ein­ge­räumt wer­den [27].

§ 1686a Abs. 1 BGB setzt vor­aus, dass das Kind einen ande­ren recht­li­chen Vater hat. Fehlt ein sol­cher, ermög­licht § 1686a BGB nicht eine "Eltern­schaft light" mit Rech­ten ohne Pflich­ten [28].

Mit § 1686a BGB hat der Gesetz­ge­ber dem leib­li­chen Vater punk­tu­el­le Rech­te ein­ge­räumt, ohne die Rege­lun­gen über die Abstam­mung zu ändern. An der Unter­schei­dung zwi­schen recht­li­cher Vater­schaft mit umfas­sen­der Eltern­ver­ant­wor­tung und (nur) bio­lo­gi­scher Vater­schaft ohne Eltern­rech­te und ‑pflich­ten hat er fest­ge­hal­ten [29]. Dass er die Stel­lung des bio­lo­gi­schen Vaters dar­über hin­aus ins­ge­samt auf­wer­ten woll­te, ist nicht erkenn­bar. Dem Pro­to­koll der zwei­ten und drit­ten Bera­tung des Gesetz­ent­wurfs im Bun­des­tag lässt sich ent­neh­men, dass eine noch wei­ter gehen­de Stär­kung der Rechts­po­si­ti­on des leib­li­chen Vaters letzt­lich nicht gewollt war [30]. Ins­be­son­de­re ein unein­ge­schränk­tes Anfech­tungs­recht des leib­li­chen Vaters, das die­sen in die Stel­lung des recht­li­chen Vaters ein­rü­cken und Unter­halts- sowie Erb­an­sprü­che ent­ste­hen lie­ße, wur­de abge­lehnt [31]. Glei­ches gilt für die Über­le­gung, das Umgangs­recht des bio­lo­gi­schen Vaters an des­sen Bereit­schaft, sei­nem Kind Unter­halt zu gewäh­ren, zu knüp­fen [32]. Die Bei­be­hal­tung der Rege­lun­gen in § 1592 BGB, die bei der Anwen­dung des § 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se I Nr. 2 ErbStG her­an­zu­zie­hen sind, war daher eine bewuss­te gesetz­ge­be­ri­sche Ent­schei­dung. Ob die bestehen­den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten auch zukünf­tig noch rechts­po­li­tisch wün­schens­wert erschei­nen oder ob den Inter­es­sen des bio­lo­gi­schen Vaters im Erb­schaft- und Schen­kungsteu­er­recht ein höhe­rer Stel­len­wert gebüh­ren soll, hat allein der Gesetz­ge­ber zu ent­schei­den [33].

Das Finanz­ge­richt ist von ande­ren Rechts­grund­sät­zen aus­ge­gan­gen. Die Sache ist spruch­reif und die Kla­ge ist abzu­wei­sen. Der Schen­kungsteu­er­be­scheid vom 04.05.2016 und die Ein­spruchs­ent­schei­dung vom 16.09.2016 sind recht­mä­ßig. Das Finanz­amt hat den Erwerb zutref­fend der Schen­kungsteu­er nach der Steu­er­klas­se III unter­wor­fen. Die leib­li­che Toch­ter des bio­lo­gi­schen Vaters gehört zu den übri­gen Erwer­bern i.S. des § 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se III ErbStG. Sie ist kein Kind des bio­lo­gi­schen Vaters i.S. des § 15 Abs. 1 Steu­er­klas­se I Nr. 2 ErbStG, da der bio­lo­gi­sche Vater ‑zwi­schen den Betei­lig­ten unstrei­tig- ihr bio­lo­gi­scher, nicht aber ihr recht­li­cher Vater ist.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 5. Dezem­ber 2019 – II R 5/​17

  1. Hess. FG, Urteil vom 15.12.2016 – 1 K 1507/​16[][]
  2. vgl. BFH, Urteil vom 14.05.1986 – II R 37/​84, BFHE 146, 471, BStBl II 1986, 613; BFH, Beschlüs­se vom 27.10.1982 – II B 77/​81, BFHE 137, 76, BStBl II 1983, 114, unter 2.b bb; und vom 24.11.2005 – II B 27/​05, BFH/​NV 2006, 743; FG Mün­chen, Urteil vom 09.10.1986 – X 79/​85 Erb, EFG 1987, 255; Kugel­mül­ler-Pugh in Viskorf/​Schuck/​Wälzholz, Erb­schaft­steu­er- und Schen­kungsteu­er­ge­setz, Bewer­tungs­ge­setz, 5. Aufl., § 15 ErbStG Rz 2; Wein­mann in Moench/​Weinmann, § 15 ErbStG Rz 14; Stein in von Oertzen/​Loose, ErbStG, § 15 Rz 16, 18 f.; Läng­le in Fischer/​Pahlke/​Wachter, ErbStG, 6. Aufl., § 15 Rz 16; Beck­OK ErbStG/​Gräfe, § 15 Rz 11; Hal­ac­zinsky in Daragan/​Halaczinsky/​Riedel, ErbStG, BewG, 3. Aufl., § 15 ErbStG Rz 5; a.A. für den Streit­fall Jüli­cher in Troll/​Gebel/​Jülicher/​Gottschalk, ErbStG, § 15 Rz 40; von Oert­zen, Zeit­schrift für Erbrecht und Ver­mö­gens­nach­fol­ge 2017, 291[]
  3. BFH, Urteil vom 28.07.2005 – III R 68/​04, BFHE 211, 107, BStBl II 2008, 350, unter II. 1.a, zu § 32 Abs. 1 Nr. 1 des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes; Rau­scher in Staudinger/​Rauscher (2011), BGB, § 1592 Rz 10 f., 14 ff., Vor­bem. zu §§ 1591 – 1600d Rz 1; Wer­ner in Staudinger/​Werner (2017), BGB, Vor­bem. zu §§ 1924 – 1936 Rz 20, 22b, 26; Ham­mer­mann in Ermann, BGB, 15. Aufl., § 1592 Rz 1 ff.; Wel­len­ho­fer in Mün­che­ner Kom­men­tar zum BGB, 8. Aufl., § 1589 Rz 1, § 1592 Rz 1 f.[]
  4. vgl. z.B. Rau­scher in Staudinger/​Rauscher (2011), a.a.O., § 1592 Rz 20; Ham­mer­mann in Ermann, a.a.O., § 1592 Rz 3; Wel­len­ho­fer in Mün­che­ner Kom­men­tar zum BGB, a.a.O., § 1589 Rz 9[]
  5. vgl. BVerfG, Beschlüs­se vom 09.04.2003 – 1 BvR 1493/​96, 1 BvR 1724/​01, BVerfGE 108, 82, unter C.I. 1.a, b, 3.a; und vom 13.10.2008 – 1 BvR 1548/​03, NJW 2009, 423, unter II. 1., jeweils m.w.N.[]
  6. BGBl I 1980, 1537[]
  7. vgl. BT-Drs. 8/​3688, S. 23[]
  8. BGBl I 1976, 1749[]
  9. vgl. BFH, Urteil vom 17.03.2010 – II R 46/​08, BFHE 228, 191, BStBl II 2010, 554[]
  10. BFH, Urteil in BFHE 228, 191, BStBl II 2010, 554, Rz 16[]
  11. Palandt/​Götz, Bür­ger­li­ches Gesetz­buch, 79. Aufl., § 1755 Rz 3[]
  12. vgl. BFH, Urteil in BFHE 228, 191, BStBl II 2010, 554, Rz 17[]
  13. vgl. z.B. BVerfG, Beschlüs­se vom 22.06.1995 – 2 BvR 552/​91, BVerfGE 93, 165, BStBl II 1995, 671, unter C.I. 2.b aa; und vom 21.07.2010 – 1 BvR 611/​07, BVerfGE 126, 400, unter B.I. 3.a cc (1); BFH, Urteil vom 03.06.2014 – II R 45/​12, BFHE 245, 374, BStBl II 2014, 806, Rz 23 f.; Hannes/​Holtz in Meincke/​Hannes/​Holtz, Erb­schaft­steu­er- und Schen­kungsteu­er­ge­setz, Kom­men­tar, 17. Aufl., § 15 Rz 2; Beck­OK-ErbSt­G/­Grä­fe, § 15 Rz 18, 30; Milatz in Burandt/​Rojahn, ErbStG, § 15 Rz 1[]
  14. vgl. BVerfG, Beschluss vom 22.06.1995 – 2 BvL 37/​91, BVerfGE 93, 121, BStBl II 1995, 655, unter C.II. 5.b, c[]
  15. vgl. BVerfG, Beschluss in BVerfGE 126, 400, unter B.I. 3.a cc (2)(b); vgl. auch Ent­wurf eines Jah­res­steu­er­ge­set­zes 1997, BT-Drs. 13/​4839, S. 63; Hannes/​Holtz in Meincke/​Hannes/​Holtz, a.a.O., § 15 Rz 2; Beck­OK ErbStG/​Gräfe, § 15 Rz 18, 30[]
  16. vgl. BVerfG, Beschlüs­se in BVerfGE 108, 82, unter C.I. 1. und 3.; in NJW 2009, 423, unter II. 2.a; vom 24.02.2015 – 1 BvR 562/​13, FamRZ 2015, 817, Rz 7; und vom 25.09.2018 – 1 BvR 2814/​17, NJW 2018, 3773, Rz 18; vgl. auch BGH, Beschluss vom 15.11.2017 – XII ZB 389/​16, NJW 2018, 947, Rz 24, 27[]
  17. z.B. BVerfG, Beschlüs­se in BVerfGE 108, 82, unter C.I. 2.b; und vom 20.09.2006 – 1 BvR 1337/​06, FamRZ 2006, 1661, unter II. 2.a[]
  18. BVerfG, Beschluss in BVerfGE 108, 82, unter C.I. 2.a und III. 1.a[]
  19. vgl. BVerfG, Beschlüs­se in BVerfGE 108, 82, unter C.II. 1. und III. 1.b; vom 04.12.2013 – 1 BvR 1154/​10, FamRZ 2014, 191, Rz 5, und in FamRZ 2015, 817, Rz 7[]
  20. vgl. z.B. auch BVerfG, Beschlüs­se vom 14.10.2004 – 2 BvR 1481/​04, BVerfGE 111, 307, unter C.I. 1.a; und vom 27.01.2015 – 1 BvR 471/​10, BVerfGE 138, 296, Rz 149; BFH, Urteil vom 17.05.2017 – V R 52/​15, BFHE 258, 124, BStBl II 2018, 218, Rz 39[]
  21. z.B. EGMR, Urtei­le Anayo/​Deutschland vom 21.12.2010 – 20578/​07, NJW 2011, 3565; und Schneider/​Deutschland vom 15.09.2011 – 17080/​07, NJW 2012, 2781[]
  22. z.B. EGMR, Urteil Kautzor/​Deutschland vom 22.03.2012 – 23338/​09, NJW 2013, 1937, Rz 77[]
  23. z.B. EGMR, Urtei­le in NJW 2013, 1937, Rz 78, und Ahrens/​Deutschland vom 22.03.2012 – 45071/​09 Rz 74; EGMR, Ent­schei­dun­gen Hülsmann/​Deutschland Nr. 2 vom 05.11.2013 – 26610/​09, NJW 2014, 3083, Rz 47 f.; vom 02.12.2014 – 546/​10 Rz 23 f.; und vom 10.03.2015 – 42719/​14, FamRZ 2016, 437, Rz 22 f., jeweils m.w.N.; vgl. auch BGH, Beschlüs­se vom 18.10.2017 – XII ZB 525/​16, FamRZ 2018, 41, Rz 15, und in NJW 2018, 947, Rz 29[]
  24. EGMR, Urtei­le Brauer/​Deutschland vom 28.05.2009 – 3545/​04, FamRZ 2009, 1293; und Mitzinger/​Deutschland vom 09.02.2017 – 29762/​10, FamRZ 2017, 656[]
  25. EGMR, Urteil Zaunegger/​Deutschland vom 03.12.2009 – 22028/​04, NJW 2010, 501[]
  26. BGBl I 2013, 2176[]
  27. BT-Drs. 17/​13269, S. 1[]
  28. vgl. BT-Drs. 17/​12163, S. 12[]
  29. vgl. Peschel-Gut­zeit in Staudinger/​Dürbeck (2019), BGB, § 1686a Rz 4 – 6[]
  30. vgl. Ple­nar­pro­to­koll 17/​237, S. 29840 ff.[]
  31. Ple­nar­pro­to­koll 17/​237, S. 29843, 29845 f.[]
  32. Ple­nar­pro­to­koll 17/​237, S. 29846[]
  33. vgl. auch BGH, Beschlüs­se in FamRZ 2018, 41, Rz 15, und in NJW 2018, 947, Rz 27[]