Erb­schaft­steu­er auf Steu­er­erstat­tungs­an­sprü­che?

Pri­va­te Steu­er­erstat­tungs­an­sprü­che des Erb­las­sers unter­fal­len mit dem beim Ein­tritt des Erb­falls mate­ri­ell-recht­lich zutref­fen­den Wert der Erb­schaft­steu­er, ohne dass es auf deren Durch­setz­bar­keit zu die­sem Zeit­punkt ankommt. Wer­den die Ansprü­che erst spä­ter fäl­lig, ent­steht die Erb­schaft­steu­er inso­weit erst mit Ein­tritt der Fäl­lig­keit.

Erb­schaft­steu­er auf Steu­er­erstat­tungs­an­sprü­che?

Erwirbt der Erbe mit dem Nach­lass einen auf­schie­bend beding­ten, betag­ten oder befris­te­ten Anspruch, ver­schiebt § 9 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a Halb­satz 2 ErbStG nicht den Erwerbs­zeit­punkt, son­dern ledig­lich den Zeit­punkt der Steu­er­ent­ste­hung.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 16. Janu­ar 2008 – II R 30/​06