Erb­schaft­steu­er­be­schei­de – und ihre inhalt­li­che Bestimmt­heit

Schrift­li­che Steu­er­be­schei­de müs­sen inhalt­lich hin­rei­chend bestimmt sein (§ 119 Abs. 1 AO) und die fest­ge­setz­te Steu­er nach Art und Betrag bezeich­nen (§ 157 Abs. 1 Satz 2 AO).

Erb­schaft­steu­er­be­schei­de – und ihre inhalt­li­che Bestimmt­heit

Wer­den meh­re­re Erwer­be (Steu­er­fäl­le) in einem Bescheid besteu­ert, bedarf es neben der genau­en Anga­be, wel­che Lebens­sach­ver­hal­te (Besteue­rungs­tat­be­stän­de, Besteue­rungs­zeit­räu­me) besteu­ert wer­den sol­len, für jeden Steu­er­fall einer geson­der­ten Fest­set­zung der Steu­er.

Es ist unzu­läs­sig, bei meh­re­ren Lebens­sach­ver­hal­ten die ver­schie­de­nen Steu­er­schul­den des­sel­ben Steu­er­schuld­ners in einem Betrag ohne Auf­glie­de­rung zusam­men­zu­fas­sen 1.

Bei der Aus­le­gung des Bescheids ist nicht allein auf des­sen Tenor abzu­stel­len, son­dern auch auf den mate­ri­el­len Rege­lungs­ge­halt ein­schließ­lich der für den Bescheid gege­be­nen Begrün­dung 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 7. Dezem­ber 2016 – II R 21/​14

  1. vgl. BFH, Urteil vom 20.11.2013 – II R 64/​11, BFH/​NV 2014, 716, Rz 28 – 30, jeweils m.w.N.[]
  2. vgl. BFH, Urteil vom 22.08.2007 – II R 44/​05, BFHE 218, 494, BSt­Bl II 2009, 754, Rz 15 f.[]