Fest­set­zungs­frist bei der Erb­schaft­steu­er

Eine Steu­er­fest­set­zung sowie ihre Auf­he­bung oder Ände­rung sind nicht mehr zuläs­sig, wenn die Fest­set­zungs­frist abge­lau­fen ist. Die­se beträgt bei der Erb­schaft­steu­er regel­mä­ßig vier Jah­re und beginnt mit Ablauf des Kalen­der­jahrs, in dem die Steu­er ent­stan­den ist, also mit Ende des Jah­res, in dem die Schen­kung voll­zo­gen oder die Erb­schaft ange­fal­len ist.

Fest­set­zungs­frist bei der Erb­schaft­steu­er

Aller­dings zeigt der Bun­des­fi­nanz­hof hier ein Herz für Finanz­äm­ter: Erlangt das Finanz­amt erst mehr als drei Jah­re nach Steu­er­ent­ste­hung Kennt­nis von einer voll­zo­ge­nen Schen­kung , beginnt die Fest­set­zungs­frist erst mit Ablauf des Jah­res der Kennt­nis­er­lan­gung.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 6. Juni 2007 – II R 54/​05