Karls­ru­he und die Erb­schaft­steu­er

Mit Urteil vom 17. Dezem­ber 2014 1 hat der Ers­te Senat des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts §§ 13a und 13b und § 19 Abs. 1 des Erb­schaft­steu­er- und Schen­kungsteu­er­ge­set­zes für ver­fas­sungs­wid­rig erklärt. Dem Gesetz­ge­ber wur­de auf­ge­ge­ben, bis zum 30. Juni 2016 eine Neu­re­ge­lung zu tref­fen.

Karls­ru­he und die Erb­schaft­steu­er

Zwar gel­ten die für ver­fas­sungs­wid­rig erklär­ten Vor­schrif­ten des Erb­schaft­steu­er- und Schen­kungsteu­er­ge­set­zes fort. Da eine ent­spre­chen­de Geset­zes­än­de­rung bis heu­te nicht vor­liegt, hat der Vor­sit­zen­de des Ers­ten Senats des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, Prof. Dr. Fer­di­nand Kirch­hof, nun­mehr mit Schrei­ben an die Bun­des­re­gie­rung, den Bun­des­tag und den Bun­des­rat vom 12. Juli 2016 mit­ge­teilt, dass der Ers­te Senat sich nach der Som­mer­pau­se Ende Sep­tem­ber mit dem wei­te­ren Vor­ge­hen im Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren um das Erb­schaft­steu­er- und Schen­kungsteu­er­ge­setz befas­sen wird.

  1. BVerfG, Urteil vom 17.12.2014 – 1 BvL 21/​12[]
  2. BVerfG – 1 BvL 21/​12[]