Refe­ren­ten­ent­wurf zur Erb­schaft­steu­er-Reform

Der Refe­ren­ten­ent­wurf zur Reform des Erb­schaft­steu­er- und Bewer­tungs­rechts (Erb­StRG) wur­de jetzt vom Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um an die ande­ren betei­lig­ten Bun­des­mi­nis­te­ri­en sowie an die Bun­des­län­der zur Stel­lung­nah­me über­sandt. Der Gesetz­ent­wurf wur­de erfor­der­lich, um die ver­fas­sungs­recht­li­chen Vor­ga­ben einer rea­li­täts­ge­rech­ten Bewer­tung aller Ver­mö­gens­klas­sen umzu­set­zen.

Refe­ren­ten­ent­wurf zur Erb­schaft­steu­er-Reform

Deut­lich höhe­re per­sön­li­che Frei­be­trä­ge sol­len dabei garan­tie­ren, dass es beim Über­gang durch­schnitt­li­cher Ver­mö­gen und damit ins­be­son­de­re auch von pri­vat genutz­tem Wohn­ei­gen­tum im enge­ren Fami­li­en­kreis im Regel­fall zu kei­ner Belas­tung mit Erb­schaft­steu­er kom­men kann. Dar­über hin­aus wird die Unter­neh­mens­nach­fol­ge bei Erb­schaf­ten oder Schen­kun­gen ins­be­son­de­re in klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men neu gere­gelt. Die Neu­re­ge­lung umfasst ins­be­son­de­re

  • die neue Bewer­tung und Besteue­rung des Grund­ver­mö­gens, des Betriebs­ver­mö­gens, des land- und forst­wirt­schaft­li­chen Ver­mö­gens sowie von nicht notier­ten Antei­len an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten nach Ver­kehrs­wer­ten;
  • die Anhe­bung der im Rah­men der Erb­schaft­steu­er vor­ge­se­he­nen Frei­be­trä­ge für Ehe­gat­ten, Kin­der und Enkel und Ver­bes­se­run­gen für Lebens­part­ner;
  • den steu­er­be­güns­tig­ten Unter­neh­mens­über­gang, wenn eine lang­fris­ti­ge Siche­rung von Arbeits­plät­zen über 10 Jah­re und eine Fort­füh­rung des Betriebs über 15 Jah­re erfolgt;

Der jetzt ver­sand­te Refe­ren­ten­ent­wurf fin­det sich im Inter­net-Ange­bot des BMF.