Schen­kungsteu­er für eine not­lei­den­de For­de­rung mit Bes­se­rungs­ab­re­de

Der Schen­kungsteu­er unter­liegt nach den §§ 1 Abs. 1 Nr. 2, 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG jede frei­ge­bi­ge Zuwen­dung unter Leben­den, soweit der Bedach­te durch sie auf Kos­ten des Zuwen­den­den berei­chert wird. Im Fal­le der so genann­ten gemisch­ten Schen­kung ist der objek­ti­ve Tat­be­stand einer frei­ge­bi­gen Zuwen­dung erfüllt, wenn gemes­sen am Ver­kehrs­wert einer höher­wer­ti­gen Leis­tung eine Gegen­leis­tung von gerin­ge­rem Wert gegen­über­steht und die höher­wer­ti­ge Leis­tung neben Ele­men­ten der Frei­ge­big­keit auch Ele­men­te eines Aus­tausch­ver­tra­ges ent­hält, ohne dass sich die höher­wer­ti­ge Leis­tung in zwei selb­stän­di­ge Leis­tun­gen auf­tei­len lässt [1].

Schen­kungsteu­er für eine not­lei­den­de For­de­rung mit Bes­se­rungs­ab­re­de

Die Schen­kung einer For­de­rung, hin­sicht­lich derer eine Bes­se­rungs­ab­re­de getrof­fen wur­de, ist – unab­hän­gig davon, wie die Bes­se­rungs­ab­re­de zivil­recht­lich zu beur­tei­len ist – aus­ge­führt, sobald der Bes­se­rungs­fall ein­ge­tre­ten ist [2]. Dabei ist nicht ent­schei­dend, wann der Jah­res­ab­schluss für die Schuld­ne­rin auf­ge­stellt wor­den ist.

Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 24. August 2011 – 4 K 1027/​11 Erb

  1. BFH, Urteil vom 15.12.2010 – II R 41/​08, BFHE 232, 210[]
  2. vgl. BFH, Urteil vom 21.04.2009 – II R 57/​07, BFHE 224, 279, BStBl II 2009, 606[]