Erhe­bung der Sex­steu­er

Die Betrei­ber von Clubs und Häu­sern, die an Pro­sti­tu­ier­te Zim­mer ver­mie­ten, haben die per Steu­er­be­scheid erho­be­ne Auf­wand­steu­er zu bezah­len.

Erhe­bung der Sex­steu­er

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf hat in meh­re­ren Ver­fah­ren betref­fend die Erhe­bung der sog. Sex-Steu­er die Kla­gen gegen die Steu­er­be­schei­de abge­wie­sen. Die Kla­gen waren erho­ben von gewerb­li­chen Zim­mer­ver­mie­tern aus Ober­hau­sen mit Häu­sern an der Flaß­hof­stra­ße und Betrei­bern von Clubs in Tönis­vorst, die jeweils anstel­le der Pro­sti­tu­ier­ten zu die­ser Form der Ver­gnü­gungs­steu­er her­an­ge­zo­gen wor­den waren. Die Kla­gen betra­fen die Steu­er­erhe­bung auf "das Ange­bot sexu­el­ler Hand­lun­gen gegen Ent­gelt in Beher­ber­gungs­be­trie­ben" sowie auf "die geziel­te Ein­räu­mung der Gele­gen­heit zu sexu­el­len Ver­gnü­gun­gen in Bars, Sau­na-Clubs etc." und erfass­ten Steu­er­be­trä­ge zwi­schen 50.000 und 300.000 Euro.

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf ist der Auf­fas­sung, dass es sich um eine recht­lich zuläs­si­ge sog. Auf­wand­steu­er han­delt, die die Stadt auf der Grund­la­ge einer Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung von den Betrei­bern der Häu­ser bzw. der Clubs erhe­ben darf.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urtei­le vom 10. Okto­ber 2011 – 25 K 6960/​10 u.a., Ober­hau­sen und 25 K 8111/​10, Tönis­vorst