Erledigung nach Gerichtsbescheid

21. April 2017 | Steuerrecht
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Die Erledigung der Hauptsache kann auch dann erklärt werden, wenn nach Ergehen eines Gerichtsbescheids Antrag auf mündliche Verhandlung gestellt worden ist1.

Das angefochtene Urteil einschließlich der darin enthaltenen Kostenentscheidung ist deshalb gegenstandslos geworden2. Das Gericht hat nur noch über die Kosten des Rechtsstreits zu entscheiden (§ 138 Abs. 1 FGO).

Erledigt sich die Hauptsache durch Änderung des angefochtenen Verwaltungsakts in vollem Umfang des Klagebegehrens, so sind die Kosten grundsätzlich der Finanzbehörde aufzuerlegen, wenn sie den Bescheid ändert, weil sie an ihrer Rechtsauffassung nicht mehr festhält (§ 138 Abs. 2 Satz 1 FGO)3.

Bundesfinanzhof, Beschluss vom 15. Februar 2017 – XI R 21/15

  1. BFH, Beschluss vom 13.05.2004 – IX R 8/02, BFH/NV 2004, 1290; BFH, Urteil vom 30.03.2006 – V R 12/04, BFHE 212, 411, BStBl II 2006, 542
  2. BFH, Beschluss vom 19.11.2008 – VI R 80/06, BFHE 223, 410, BStBl II 2009, 547
  3. BFH, Beschlüsse in BFH/NV 2004, 1290; vom 07.11.2007 – III R 7/07, BFH/NV 2008, 403, m.w.N.

 
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