Fern­wir­kung von Ver­wer­tungs­ver­bo­ten

Der Bun­des­fi­nanz­hof hält auch in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil an sei­ner Recht­spre­chung fest, dass im Rah­men einer Außen­prü­fung ermit­tel­te Tat­sa­chen bei der Ände­rung eines unter dem Vor­be­halt der Nach­prü­fung ergan­ge­nen Steu­er­be­schei­des nicht ver­wer­tet wer­den dür­fen, wenn ein sog. qua­li­fi­zier­tes mate­ri­ell-recht­li­ches Ver­wer­tungs­ver­bot zum Zuge kommt.

Fern­wir­kung von Ver­wer­tungs­ver­bo­ten

Lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen für ein qua­li­fi­zier­tes Ver­wer­tungs­ver­bot vor, weil ein wei­te­res Beweis­mit­tel nur unter Ver­let­zung von Grund­rech­ten oder in straf­ba­rer Wei­se von der Finanz­be­hör­de erlangt wor­den ist, so kann die­ses Ver­wer­tungs­ver­bot aus­nahms­wei­se im Wege einer sog. Fern­wir­kung auch der Ver­wer­tung die­ses nur mit­tel­ba­ren –iso­liert betrach­tet recht­mä­ßig erho­be­nen– wei­te­ren Beweis­mit­tels ent­ge­gen­ste­hen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 4. Okto­ber 2006 – VIII R 53/​04