Fest­stel­lun­gen im Grund­la­gen­be­scheid – und ihre Anfech­tung

Nach § 351 Abs. 2 AO kön­nen Ent­schei­dun­gen in einem Grund­la­gen­be­scheid (§ 171 Abs. 10 AO) nur durch Anfech­tung die­ses Bescheids, nicht auch durch Anfech­tung des Fol­ge­be­scheids, ange­grif­fen wer­den.

Fest­stel­lun­gen im Grund­la­gen­be­scheid – und ihre Anfech­tung

Die­se Vor­schrift fin­det auch im finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren Anwen­dung (§ 42 FGO).

Die geson­der­te Fest­stel­lung der Besteue­rungs­grund­la­gen ist ein Grund­la­gen­be­scheid und damit für die Grund­er­werb­steu­er­fest­set­zung bin­dend (§ 182 Abs. 1 Satz 1 AO).

Ein­wen­dun­gen gegen die fest­ge­stell­te Steu­er­pflicht kön­nen nur mit Rechts­be­hel­fen gegen den Grund­la­gen­be­scheid, nicht aber gegen den Fol­ge­be­scheid ‑hier: die Grund­er­werb­steu­er­fest­set­zung- erho­ben wer­den.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 29. Juni 2016 – II R 14/​12