Finanz­ge­richt­li­che Urteils­for­ma­lia

Nach § 105 Abs. 1 Satz 2 FGO ist das Urteil schrift­lich abzu­fas­sen und von den Rich­tern, die bei der Ent­schei­dung mit­ge­wirkt haben, zu unter­zeich­nen.

Finanz­ge­richt­li­che Urteils­for­ma­lia

Hier­zu müs­sen sich bei den Akten jeweils die von den Berufs­rich­tern unter­schrie­be­nen Ent­schei­dun­gen befin­den, wobei ord­nungs­ge­mäß unter Anga­be des Hin­de­rungs­grun­des durch den Bun­des­fi­nanz­hofs­vor­sit­zen­den ver­merkt wird, wenn ein an den Ent­schei­dun­gen betei­lig­ter Berufs­rich­ter durch Urlaub an der Unter­schrift gehin­dert war (§ 105 Abs. 1 Satz 3 FGO).

Dem Unter­schrifts­er­for­der­nis des § 105 Abs. 1 Satz 2 FGO unter­liegt ledig­lich die bei den Gerichts­ak­ten ver­blei­ben­de Urschrift der Ent­schei­dung. Die Betei­lig­ten erhal­ten regel­mä­ßig nach den §§ 105 Abs. 1, 104 Abs. 1, 155 FGO i.V.m. § 317 Abs. 1 Satz 1 ZPO nur eine Aus­fer­ti­gung 1.

Die voll­stän­dig mit Tat­be­stand, Ent­schei­dungs­grün­den und Rechts­mit­tel­be­leh­run­gen abge­fass­ten und unter­schrie­be­nen Urtei­le müs­sen ‑aus­weis­lich des Ver­merks auf den Urtei­len- inner­halb der Fünf-Monats-Frist an die Geschäfts­stel­le über­ge­ben wer­den 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 17. Juli 2019 – II B 35/​18; II B 36/​18; II B 37/​18

  1. BFH, Beschluss vom 20.02.2002 – II S 2/​02, BFH/​NV 2002, 941[]
  2. zur Fünf-Monats-Frist bei nicht ver­kün­de­ten Urtei­len vgl. BFH, Beschluss vom 12.03.2004 – VII B 239/​02, BFH/​NV 2004, 1114, unter II.B.01.a aa[]