Grund­er­werb­steu­er und dau­ern­de Las­ten

Die Höhe der Grund­er­werb­steu­er hängt regel­mä­ßig von der Höhe der Gegen­leis­tung, etwa dem Kauf­preis ab. Anlaß genug also, die­se Gegen­leis­tung zu redu­zie­ren, etwa durch bereits auf dem Grund­stück ruhen­de dau­ern­de Las­ten zuguns­ten des Ver­käu­fers, die vom Käu­fer über­nom­men wer­den.

Grund­er­werb­steu­er und dau­ern­de Las­ten

Hier hat die Recht­spre­chung jetzt aber eine Gren­ze gezo­gen: Eine nicht zur Gegen­leis­tung gehö­ren­de "auf dem Grund­stück ruhen­de dau­ern­de Last" liegt danach nur vor, wenn die Belas­tung bereits im Zeit­punkt des Erwerbs­vor­gangs auf dem Grund­stück ruh­te und mit ding­li­cher Wir­kung ohne beson­de­re Abre­de kraft Geset­zes auf den Erwer­ber über­geht. Dar­an fehlt es, solan­ge eine pri­vat­recht­li­che Belas­tung noch nicht in das Grund­buch ein­ge­tra­gen ist.

Je nach dem Wert der dau­er­den Last lohnt es sich also, zwei­mal zum Notar zu gehen…

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 08.06.05 – II R 26/​03