Grund­sätz­li­che Bedeu­tung der Rechts­sa­che – und die Begrün­dung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

Die Zulas­sung der Revi­si­on wegen grund­sätz­li­cher Bedeu­tung der Rechts­sa­che i.S. des § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO setzt vor­aus, dass der Beschwer­de­füh­rer eine hin­rei­chend bestimm­te Rechts­fra­ge her­aus­stellt, deren Klä­rung im Inter­es­se der All­ge­mein­heit an der Ein­heit­lich­keit der Recht­spre­chung und der Fort­ent­wick­lung des Rechts erfor­der­lich und die im kon­kre­ten Streit­fall klär­bar ist.

Grund­sätz­li­che Bedeu­tung der Rechts­sa­che – und die Begrün­dung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

Dazu ist aus­zu­füh­ren, ob und in wel­chem Umfang, von wel­cher Sei­te und aus wel­chen Grün­den die Rechts­fra­ge umstrit­ten ist und des­halb eine höchst­rich­ter­li­che Klä­rung über die mate­ri­ell-recht­li­che Beur­tei­lung des Streit­fal­les hin­aus für die All­ge­mein­heit Bedeu­tung hat.

Sofern zu dem Pro­blem­kreis Recht­spre­chung und Äuße­run­gen im Fach­schrift­tum vor­han­den sind, ist eine grund­le­gen­de Aus­ein­an­der­set­zung damit sowie eine Erör­te­rung gebo­ten, war­um durch die­se Ent­schei­dun­gen die Rechts­fra­ge noch nicht als geklärt anzu­se­hen ist bzw. wes­halb sie ggf. einer wei­te­ren oder erneu­ten Klä­rung bedarf.

Dar­über hin­aus bedarf es kon­kre­ter Erläu­te­run­gen dazu, dass der auf­ge­wor­fe­nen Rechts­fra­ge in einem Revi­si­ons­ver­fah­ren ent­schei­dungs­er­heb­li­che Bedeu­tung zukommt und sie mit­hin klä­rungs­fä­hig ist1.

Die­sen Anfor­de­run­gen wird eine Beschwer­de­be­grün­dung nicht gerecht, die über die For­mu­lie­rung einer Rechts­fra­ge hin­aus kei­ne wei­te­ren Aus­füh­run­gen zur grund­sätz­li­chen Bedeu­tung ent­hält.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 4. Okto­ber 2016 – II B 24/​16

  1. BFH, Beschlüs­se vom 30.07.2014 – I B 123/​13, BFH/​NV 2014, 1910, Rz 8; und vom 24.09.2014 – I B 189/​13, BFH/​NV 2015, 237, Rz 6, jeweils m.w.N. []