Kei­ne Gerichts­kos­ten nach unzu­tref­fen­der Rechts­mit­tel­be­leh­rung des Finanz­am­tes

Gerichts­kos­ten wer­den gemäß § 21 Abs. 1 Satz 2 GKG wegen unver­schul­de­ter Unkennt­nis nicht erho­ben für ein auf­grund unzu­tref­fen­der Rechts­mit­tel­be­leh­rung ein­ge­leg­tes unzu­läs­si­ges Rechts­mit­tel; so auch nicht für eine gemäß § 45 FGO unzu­läs­si­ge Sprung­kla­ge nach unzu­tref­fen­der Rechts­mit­tel- bzw. Rechts­be­helfs­be­leh­rung (Kla­ge statt Ein­spruch) in einem (Ablehnungs-)Bescheid des Finanz­amts.

Kei­ne Gerichts­kos­ten nach unzu­tref­fen­der Rechts­mit­tel­be­leh­rung des Finanz­am­tes

Die auf­grund unzu­tref­fen­der Rechts­mit­tel­be­leh­rung im Ableh­nungs­be­scheid des Finanz­amts von den Klä­gern ohne Durch­füh­rung des außer­ge­richt­li­chen Vor­ver­fah­rens (§ 44 FGO), das heißt des Ein­spruchs­ver­fah­rens (§§ 347 ff. AO), am 23.10.2013 erho­be­ne Kla­ge wird als nach § 45 Abs. 1 FGO unzu­läs­si­ge Sprung­kla­ge gemäß § 45 Abs. 2 Satz 1 FGO an das beklag­te Finanz­amt abge­ge­ben zur Durch­füh­rung des außer­ge­richt­li­chen Vor­ver­fah­rens, das heißt zur sach­dien­li­chen Behand­lung als Ein­spruch, ein­schließ­lich der erfor­der­li­chen wei­te­ren Sach­auf­klä­rung.

Die Nicht­er­he­bung von Gerichts­kos­ten für die bis­he­ri­ge „Kla­ge“ folgt aus unver­schul­de­ter Unkennt­nis gemäß § 21 Abs. 1 Satz 2 GKG wegen unzu­tref­fen­der Rechts­mit­tel­be­leh­rung [1]; hier durch unzu­tref­fen­de Beleh­rung im Rah­men der vor­an­ge­gan­ge­nen Sach­be­hand­lung beim Finanz­amt [2].

Finanz­ge­richt Ham­burg, Beschluss vom 30. Dezem­ber 2013 – 3 K 231/​13

  1. vgl. BFH, Beschlüs­se vom 26.02.2009 – IX B 25/​09; vom 27.02.2007 – X B 166/​06; und vom 15.01.2007 – V B 163/​06, BFH/​NV 2007, 756[]
  2. vgl. FG Ham­burg, Beschluss vom 03.11.1997 – II 245/​97, EFG 1998, 238 m. w. N.[]