Kla­ge gewon­nen – und trotz­dem in die Revi­si­on

Eine Revi­si­on ist auch dann zuläs­sig, wenn das Finanz­ge­richt der Kla­ge zwar statt­gibt, dem Kla­ge­be­geh­ren aber nicht voll ent­spricht.

Kla­ge gewon­nen – und trotz­dem in die Revi­si­on

Die Revi­si­on ist in einem sol­chen Fall zuläs­sig, weil der Klä­ger durch das Urteil des Finanz­ge­richts for­mell beschwert ist.

Vor­aus­set­zung für die Zuläs­sig­keit einer Revi­si­on ist u.a., dass der Revi­si­ons­klä­ger durch die von ihm ange­foch­te­ne Ent­schei­dung for­mell beschwert ist. Die for­mel­le Beschwer ist gege­ben, soweit das Finanz­ge­richt dem Kla­ge­be­geh­ren nicht voll ent­spro­chen hat [1].

Das ist etwa der Fall, wenn das Finanz­ge­richt der Kla­ge in den Grün­den zwar voll­um­fäng­lich statt­ge­ge­ben, die Steu­er aber nicht in der vom Klä­ger bean­trag­ten Höhe, son­dern nur teil­wei­se her­ab­ge­setzt hat.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 5. Sep­tem­ber 2019 – V R 38/​17

  1. z.B. BFH, Urteil vom 19.02.2019 – X R 42/​16, BFH/​NV 2019, 586[]