Klei­ne Geschen­ke für den Kun­den

Als Betriebs­aus­ga­ben sind Streu­wer­be­ar­ti­kel unter der Vorraus­set­zung, dass die­se getrennt von den sons­ti­gen Betriebs­aus­ga­ben und ein­zeln auf­ge­zeich­net wer­den, abzugs­fä­hig.

Klei­ne Geschen­ke für den Kun­den

Das hat das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf bereits 1988 ent­schie­den 1.

Die Weih­nachts­zeit steht vor der Tür – und damit die Zeit für Geschen­ke. Nicht nur im pri­va­ten Umfeld wird sich beschenkt, son­dern auch im Geschäfts­le­ben. Gera­de die Weih­nachts­zeit wird in den Unter­neh­men regel­mä­ßig genutzt, um sich bei Kun­den und Geschäfts­part­nern durch Geschen­ke in Erin­ne­rung zu brin­gen. Dabei soll­te aller­dings dar­auf geach­tet wer­den, dass die­se Geschen­ke kein steu­er­li­ches Nach­spiel haben. So gel­ten nach steu­er­li­chen Gesichts­punk­ten Geschen­ke als Zuwen­dun­gen, die einen betrieb­li­chen Anlass haben. Die­se müs­sen nicht nur vom Beschenk­ten als geld­wer­ten Vor­teil ver­steu­ert wer­den, son­dern kön­nen vom Schen­ker auch nur bis zu einer bestimm­ten Wert­hö­he von der Steu­er abge­setzt wer­den.

Oft­mals wird das Pro­blem der Steu­er­rele­vanz umgan­gen. Dann ent­schei­den sich die Unter­neh­mer für soge­nann­te Streu­ar­ti­kel, die an die Kun­den und Geschäfts­part­ner ver­schenkt wer­den. Denn in die­sem Fall ist kei­ne Steu­er zu zah­len, wenn der Wert des Arti­kels 10,00 Euro nicht über­steigt. Wie das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um bereits 2008 in einem Rund­schrei­ben fest­ge­hal­ten hat, fal­len danach in den Anwen­dungs­be­reich des § 37 b EStG kei­ne Streu­wer­be­ar­ti­kel. Als Sol­che ver­steht man Sach­zu­wen­dun­gen, die in der Anschaf­fung und Her­stel­lung kei­ne 10,00 Euro kos­ten 2.

Trotz des nied­ri­gen Prei­ses sind Streu­ar­ti­kel in ihrer Wir­kung nicht zu unter­schät­zen. Sie wer­den in gro­ßer Stück­zahl pro­du­ziert und als klei­ne Auf­merk­sam­kei­ten an poten­ti­el­le Kun­den ver­teilt. Durch den Wer­be­auf­druck erhält das betref­fen­de Unter­neh­men die beab­sich­tig­te Auf­merk­sam­keit bei der Ziel­grup­pe. Ein klas­si­scher Streu­ar­ti­kel mit Wer­be­druck ist z.B. der Kugel­schrei­ber. In der Weih­nachts­zeit bie­ten sich aber noch dem Anlass gemäß pas­sen­de­re Arti­kel an: Wie wäre es mit einer Weih­nachts­ku­gel mit Logo oder einer Weih­nachts­müt­ze? Sinn­voll und nütz­lich ist in der Weih­nachts­zeit auch ein Advents­ka­len­der mit Wer­be­druck oder ein Back­pin­sel – damit ist die beab­sich­tig­te Auf­merk­sam­keit für das Unter­neh­men fast schon garan­tiert. Dar­über hin­aus sind in der kal­ten Jah­res­zeit Streu­ar­ti­kel wie Eis­krat­zer und Tas­sen mit indi­vi­du­el­lem Auf­druck nütz­lich für die Kun­den.

  1. FG Düs­sel­dorf, Urteil vom 2909.1988 – 1 K 229/​83 F[]
  2. BMF, Schrei­ben vom 29.04 2008 – IV B 2 – S 2297 b/​07/​0001; BSt­Bl. 2008 I S. 566[]