Mus­ter­ver­fah­ren und Vor­läu­fig­keits­ver­mer­ke

Die Steu­er­pflich­ti­gen haben nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Finanz­ge­richts Köln kei­nen Anspruch dar­auf, dass in einen Ein­kom­men­steu­er­be­scheid ein Vor­läu­fig­keits­ver­merk auf­ge­nom­men wird, durch den der Bescheid hin­sicht­lich sämt­li­cher beim Bunds­ver­fas­sungs­ge­richt, beim Bun­des­fi­nanz­hof und beim Euro­päi­schen Gerichts­hof anhän­gi­gen steu­er­recht­li­chen Ver­fah­ren für vor­läu­fig erklärt wird. Der Senat schloss sich der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung an, wonach es ermes­sens­ge­recht und damit recht­mä­ßig sei, die Steu­er­be­schei­de nicht bezüg­lich aller denk­ba­ren Fäl­le für vor­läu­fig zu erklä­ren, son­dern dies u.a. von der Brei­ten­wir­kung der Ver­fah­ren abhän­gig zu machen.

Mus­ter­ver­fah­ren und Vor­läu­fig­keits­ver­mer­ke

Ein Grund mehr, den Bescheid sorg­fäl­tig zu prü­fen und ihn ggfs. selbst mit Ein­spruch und Kla­ge offen zu hal­ten.

Das Urteil ist noch nicht rechts­kräf­tig, die Klä­ge­rin hat gegen das Urteil beim Bun­des­fi­nanz­hof in Mün­chen eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ein­ge­legt (Az.: IV B 5/​07).