Neu in 2016 – Steu­er­recht

Wie jedes Jahr ändert sich auch 2016 wie­der eini­ges im Steu­er­recht. Hier ein Über­blick:

Neu in 2016 – Steu­er­recht

  1. Ände­run­gen im Bereich der Ein­kom­men­steu­er:
    1. Der Grund­frei­be­trag wird von aktu­ell 8.472 € auf 8.8652 € ange­ho­ben.
    2. Der Kin­der­frei­be­trag erhöht sich
      1. für ein Eltern­teil von aktu­ell 2.256 € auf 2.304 € und
      2. für ein Eltern­paar von aktu­ell 4.512 € auf 4.608 €.
    3. Beim Ein­kom­men­steu­er­ta­rif ver­schie­ben sich die Tarifeck­wer­te zum teil­wei­sen Aus­gleich der "kal­ten Pro­gres­si­on" um 1,5f%.
  2. Im Bereich der steu­er­li­chen Fami­li­en­för­de­rung
    1. erhöht sich das Kin­der­geld monat­lich je Kind um sagen­haf­te 2 €;
    2. erhöht sich der Kin­der­zu­schlag ab dem 1. Juli 2016 um 20 € auf 160 € monat­lich.
  3. Ände­rung bei den Buch­füh­rungs­pflich­ten: Die Grenz­be­trä­ge, ab denen eine Buch­füh­rungs­pflicht besteht, wer­den sowohl im Han­dels­ge­setz­buch wie auch in der Abga­ben­ord­nung ange­ho­ben. Ab 2016 lie­gen die Schwel­len­wer­te nun­mehr
    1. für Umsät­ze pro Geschäfts-/Wirt­schafts­jahr bei 600.000 € (bis­lang 500.000 €) und
    2. für Gewin­ne aus Gewer­be­be­trieb sowie aus Land- und Forst­wirt­schaft pro Wirt­schafts­jahr bei 60.000 € (bis­lang 50.000 €).
  4. Im Bereich der Lohn­steu­er
    1. gilt ab 2016 für Beschäf­tig­te in der Gleit­zo­ne – also für Beschäf­tig­te mit einem monat­li­chen Brut­to­ent­gelt zwi­sch­ne 450,01 € und 850,00 € – ein neu­er Gleit­zo­nen­fak­tor von 0,7547;
    2. stei­gen die Sach­be­zugs­wer­te für Ver­pfle­gung von 229 € auf 236 € (davon ent­fal­len auf das Früh­stück 50 €, auf Mit­tag­essen und Abend­essen jeweils 93 €); die Sach­be­zugs­wer­te für Unter­kunft und Mie­te blei­ben dem­ge­gen­über unver­än­dert.
  5. Ände­run­gen bei der Umsatz­be­steue­rung der öffent­li­chen Hand:Mit Wir­kung ab 2016 wird die umsatz­steu­er­li­cher­Un­ter­neh­mer­ei­gen­schaft juris­ti­scher Per­so­nen des öffent­li­chen Rechts – etwa von Städ­te, Gemein­den, Land­krei­sen und öffent­lich-recht­li­chen Kör­per­schaf­ten und Zweck­ver­bän­den – an die ver­bind­li­chen Vor­ga­ben des euro­päi­schen Uni­ons­rechts und die dazu ergan­ge­nen Recht­spre­chung ange­passt. Bis­her war die öffent­li­che Hand nur mit ihren Betrie­ben gewerb­li­cher Art unter­neh­me­risch tätig. Im neu­en § 2b UStG wer­den nun die hoheit­li­chen Tätig­kei­ten expli­zit aus dem unter­neh­me­ri­schen Bereich aus­ge­klam­mert, sofern es dadurch nicht zu grö­ße­ren Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen kommt. Die Neu­re­ge­lung wird aller­dings mit einer fünf­jäh­ri­gen Über­gangs­re­ge­lung ein­ge­führt; für die nächs­ten fünf Jah­re kann die jewei­li­ge öffent­lich-rechlti­che Kör­per­schaft noch zur Anwen­dung des bis­her gel­ten­den Rechts optie­ren, wenn sie dies für güns­ti­ger hält. Erst ab 2021 ist das neue Recht dann in jedem Fall zwin­gend anzu­wen­den.