Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gegen ein finanz­ge­richt­li­ches Urteil – und die Diver­genz

Eine Diver­genz (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alter­na­ti­ve FGO) liegt nur vor, wenn dar­ge­legt wird, dass das Finanz­ge­richt mit einem das ange­foch­te­ne Urteil tra­gen­den und ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Rechts­satz von einem eben sol­chen Rechts­satz einer ande­ren Gerichts­ent­schei­dung abge­wi­chen ist.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gegen ein finanz­ge­richt­li­ches Urteil – und die Diver­genz

Dage­gen leg­te die Klä­ge­rin im hier ent­schie­de­nen Fall ledig­lich dar, bei den Zah­lun­gen habe es sich um Unter­halts­zah­lun­gen ihres ver­stor­be­nen Lebens­ge­fähr­ten gehan­delt und des­halb sei­en kei­ne frei­ge­bi­gen Zuwen­dun­gen gege­ben. Sie macht dadurch kei­ne kon­kre­te Abwei­chung der finanz­ge­richt­li­chen Ent­schei­dun­gen von einem abs­trak­ten Rechts­satz einer ande­ren Ent­schei­dung gel­tend, son­dern rügt wie­der­um die recht­li­che Wür­di­gung durch das Finanz­ge­richt. Die Rüge eines behaup­te­ten mate­ri­ell-recht­li­chen Feh­lers führt aber nicht zur Revi­si­ons­zu­las­sung wegen Diver­genz 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 17. Juli 2019 – II B 35/​18; II B 36/​18; II B 37/​18

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 07.02.2017 – V B 48/​16, BFH/​NV 2017, 629, m.w.N.[]