Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gegen ein finanz­ge­richt­li­ches Urteil – und die Fra­ge der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung

Zur Dar­le­gung der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung der Rechts­sa­che (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) ist eine hin­rei­chend bestimm­te Rechts­fra­ge her­aus­zu­stel­len, deren Klä­rung im Inter­es­se der All­ge­mein­heit an der Ein­heit­lich­keit der Recht­spre­chung und der Fort­ent­wick­lung des Rechts erfor­der­lich ist und die im kon­kre­ten Streit­fall klär­bar ist.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gegen ein finanz­ge­richt­li­ches Urteil – und die Fra­ge der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung

Dazu ist aus­zu­füh­ren, ob und in wel­chem Umfang, von wel­cher Sei­te und aus wel­chen Grün­den die Rechts­fra­ge umstrit­ten ist. Vor allem sind, sofern zu dem Pro­blem­kreis Recht­spre­chung und Äuße­run­gen im Fach­schrift­tum vor­han­den sind, eine grund­le­gen­de Aus­ein­an­der­set­zung damit sowie eine Erör­te­rung gebo­ten, war­um durch die­se Ent­schei­dun­gen die Rechts­fra­ge noch nicht als geklärt anzu­se­hen ist oder wes­halb sie einer wei­te­ren oder erneu­ten Klä­rung bedarf 1.

Die­sen Anfor­de­run­gen genüg­ten die Beschwer­de­be­grün­dun­gen im hier ent­schie­de­nen Fall nicht: Die Klä­ge­rin stell­te kei­ne abs­trak­te, in einem Revi­si­ons­ver­fah­ren klä­rungs­be­dürf­ti­ge und klär­ba­re Rechts­fra­ge her­aus. Sie wand­te sich viel­mehr gegen die inhalt­li­che Rich­tig­keit der finanz­ge­richt­li­chen Wür­di­gung des Sach­ver­halts. Hier­durch wer­den aber nicht die Vor­aus­set­zun­gen der Zulas­sung der Revi­si­on wegen grund­sätz­li­cher Bedeu­tung der Rechts­sa­che sub­stan­ti­iert dar­ge­legt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 17. Juli 2019 – II B 35/​18; II B 36/​18; II B 37/​18

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, z.B. BFH, Beschluss vom 21.06.2016 – III B 95/​15, BFH/​NV 2016, 1575, Rz 8, m.w.N.[]