Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Revi­si­ons­zu­las­sung wegen grund­sätz­li­cher Bedeu­tung

Macht der Beschwer­de­füh­rer gel­tend, die Rechts­sa­che habe grund­sätz­li­che Bedeu­tung (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), so muss er zunächst eine bestimm­te für die Ent­schei­dung des Streit­falls erheb­li­che abs­trak­te Rechts­fra­ge her­aus­stel­len.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Revi­si­ons­zu­las­sung wegen grund­sätz­li­cher Bedeu­tung

Des Wei­te­ren muss er sub­stan­ti­iert dar­auf ein­ge­hen, wes­halb die von ihm auf­ge­wor­fe­ne Rechts­fra­ge aus Grün­den der Rechts­si­cher­heit, der Rechts­ein­heit­lich­keit und/​oder Rechts­ent­wick­lung im all­ge­mei­nen Inter­es­se liegt.

Zur schlüs­si­gen Dar­le­gung der Klä­rungs­be­dürf­tig­keit die­ser Rechts­fra­ge muss er außer­dem begrün­den, in wel­chem Umfang, von wel­cher Sei­te und aus wel­chen Grün­den die Beant­wor­tung der Rechts­fra­ge zwei­fel­haft und strei­tig ist1.

Die­sen Vor­ga­ben genü­gen die Aus­füh­run­gen in der Beschwer­de­be­grün­dungs­schrift nicht, wenn sich der Beschwer­de­füh­rer inso­weit mit der Fest­stel­lung begnügt, die maß­ge­ben­de Rechts­fra­ge berüh­re „natür­lich” das All­ge­mein­in­ter­es­se an der ein­heit­li­chen Ent­wick­lung und Hand­ha­bung des Rechts.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 15. Dezem­ber 2016 – VI B 50/​16

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 15.10.2008 – II B 74/​08, BFH/​NV 2009, 125