Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Rüge man­gel­haf­ter Sach­auf­klä­rung

Der Ver­fah­rens­feh­ler man­gel­haf­ter Sach­auf­klä­rung ist nur dann ord­nungs­ge­mäß dar­ge­legt, wenn zusätz­lich vor­ge­tra­gen wird, dass die nicht zurei­chen­de Auf­klä­rung des Sach­ver­halts und die Nicht­er­he­bung der ange­bo­te­nen Bewei­se in der münd­li­chen Ver­hand­lung gerügt wur­de oder wes­halb die­se Rüge nicht mög­lich war 1.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Rüge man­gel­haf­ter Sach­auf­klä­rung

Da der im finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren gel­ten­de Unter­su­chungs­grund­satz eine Ver­fah­rens­vor­schrift ist, auf deren Ein­hal­tung ein Betei­lig­ter aus­drück­lich oder durch Unter­las­sen einer Rüge ver­zich­ten kann (§ 155 FGO i.V.m. § 295 ZPO), hat die Unter­las­sung der recht­zei­ti­gen Rüge den end­gül­ti­gen Rüge­ver­lust ‑z.B. auch zur Begrün­dung einer Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de- zur Fol­ge 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 12. Mai 2016 – III B 5/​16

  1. vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 16.12 2003 – VII B 10/​03, BFH/​NV 2004, 529, m.w.N.[]
  2. stän­di­ge Recht­spre­chung, vgl. BFH, Beschluss vom 16.03.2012 – IX B 170/​11, BFH/​NV 2012, 1158, Rz 3[]

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