Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und der miss­ach­te­te Akten­in­halt

Mit der Fra­ge, ob das Finanz­ge­richt den Akten­in­halt miss­ach­tet habe, wird kein Ver­fah­rens­feh­ler dar­ge­legt, wenn nicht sämt­li­che Akten­tei­le genau bezeich­net wer­den, die das Finanz­ge­richt nach Ansicht des Klä­gers nicht berück­sich­tigt haben soll 1.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und der miss­ach­te­te Akten­in­halt

Unab­hän­gig davon ist aber von der Sach­ver­halts­fest­stel­lung zu unter­schei­den die Wür­di­gung des fest­ge­stell­ten Sach­ver­halts; das Finanz­ge­richt ver­stößt regel­mä­ßig nicht gegen sei­ne Ver­pflich­tung, nach der aus dem Gesamt­ergeb­nis des Ver­fah­rens gewon­ne­nen Über­zeu­gung zu ent­schei­den, wenn es die vom Klä­ger gel­tend gemach­ten Tat­sa­chen anders wür­digt als der Klä­ger 2.

Mit Ein­wen­dun­gen gegen die Rich­tig­keit der Schät­zung des Finanz­ge­richt der Klä­ger kei­nen Ver­fah­rens­man­gel gel­tend, son­dern eine nicht zur Zulas­sung der Revi­si­on füh­ren­de Ver­let­zung mate­ri­el­len Rechts 3.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 26. Sep­tem­ber 2017 – XI B 65/​17

  1. vgl. zu die­sem Erfor­der­nis BFH, Beschluss vom 02.12 2014 – XI B 54/​14, BFH/​NV 2015, 538, Rz 19, m.w.N.[]
  2. vgl. BFH, Beschluss vom 22.10.2015 – I B 94/​14, BFH/​NV 2016, 748[]
  3. vgl. BFH, Beschluss vom 13.09.2016 – X B 146/​15, BFH/​NV 2016, 1747, m.w.N.[]