Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und der pau­scha­le Ver­weis auf das Klagevorbringen

Mit einem pau­scha­len Ver­weis auf den klä­ge­ri­schen Vor­trag im Kla­ge­ver­fah­ren kann die Zulas­sung der Revi­si­on nicht erreicht wer­den. Zur Dar­le­gung eines Ver­fah­rens­man­gels, auf dem die Vor­ent­schei­dung beru­hen kann, ist die Behaup­tung, im finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren sei­en „Beweis­an­trit­te“ uner­le­digt geblie­ben, unzureichend.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und der pau­scha­le Ver­weis auf das Klagevorbringen

Eine sol­che Begrün­dung ent­spricht nicht den Dar­le­gungs­er­for­der­nis­sen des § 116 Abs. 3 Satz 3 i.V.m. § 115 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3 der FGO.

Rechts­fra­gen, deren Klä­rung von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung oder zur Rechts­fort­bil­dung erfor­der­lich sein könn­te, diver­gie­ren­de Rechts­sät­ze oder einen gra­vie­ren­den Rechts­feh­ler hat der Klä­ger und Beschwer­de­füh­rer (Klä­ger) nicht vor­ge­tra­gen [1]. Mit einem pau­scha­len Ver­weis auf den klä­ge­ri­schen Vor­trag im Kla­ge­ver­fah­ren kann die Zulas­sung der Revi­si­on nicht erreicht wer­den [2].

Zur Dar­le­gung eines Ver­fah­rens­man­gels, auf dem die Vor­ent­schei­dung beru­hen kann (§ 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO), ist die Behaup­tung, im finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren sei­en „Beweis­an­trit­te“ uner­le­digt geblie­ben, unzu­rei­chend [3].

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 5. August 2020 – VII B 43/​20

  1. zu den Revi­si­ons­zu­las­sungs­grün­den gemäß § 115 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 FGO vgl. etwa Gräber/​Ratschow, Finanz­ge­richts­ord­nung, 9. Aufl., § 115 Rz 100 ff., 160 ff., 170 ff., 220 ff., jeweils m.w.N.[]
  2. vgl. BFH, Beschluss vom 08.04.2020 – IX B 103/​19[]
  3. zu den Dar­le­gungs­an­for­de­run­gen vgl. etwa Gräber/​Ratschow, a.a.O., § 115 Rz 250 ff., m.w.N.[]

Bild­nach­weis:

  • Bun­des­fi­nanz­hof (BFH): Bild­rech­te beim Autor