Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und der schwer­wie­gen­de Rechts­an­wen­dungs­feh­ler

In der Beschwer­de­be­grün­dung muss bei Gel­tend­ma­chung des Zulas­sungs­grun­des des schwer­wie­gen­den Rechts­an­wen­dungs­feh­lers sub­stan­ti­iert dar­ge­legt wer­den, wes­halb die Vor­ent­schei­dung unter kei­nem denk­ba­ren Aspekt recht­lich ver­tret­bar ist [1].

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und der schwer­wie­gen­de Rechts­an­wen­dungs­feh­ler

Dar­zu­le­gen sind ins­be­son­de­re der schwer­wie­gen­de Feh­ler, sei­ne Offen­sicht­lich­keit, sei­ne Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit sowie sei­ne Kor­rek­tur­mög­lich­keit im Revi­si­ons­ver­fah­ren [2].

Dar­an fehl­te es im hier ent­schie­de­nen Fall: Mit den Angrif­fen der Klä­ge­rin gegen die Wür­di­gung der Sach- und Rechts­la­ge durch das Finanz­ge­richt wird kein zur Zulas­sung der Revi­si­on füh­ren­der beson­ders schwe­rer und offen­sicht­li­cher Feh­ler der Vor­ent­schei­dung gel­tend gemacht [3].

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 29. April 2020 – XI B 113/​19

  1. vgl. BFH, Beschluss vom 14.08.2018 – XI B 2/​18, BFH/​NV 2019, 1, Rz 18, m.w.N.[]
  2. vgl. BFH, Beschlüs­se vom 20.02.2018 – XI B 129/​17, BFH/​NV 2018, 641, Rz 12; vom 26.04.2018 – XI B 117/​17, BFH/​NV 2018, 953, Rz 59[]
  3. vgl. all­ge­mein BFH, Beschlüs­se vom 14.04.2016 – XI B 97/​15, BFH/​NV 2016, 1304, Rz 25; in BFH/​NV 2018, 240, Rz 29[]