Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die nur teil­wei­se Anfech­tung des finanz­ge­richt­li­chen Urteils

Bean­tragt der Beschwer­de­füh­rer im Rah­men der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de nur eine teil­wei­se Auf­he­bung des ange­foch­te­nen Urteils, soweit er beschwert ist, betrifft die Ent­schei­dung aber einen nicht teil­ba­ren Streit­ge­gen­stand, ist der Antrag dahin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass die voll­stän­di­ge Auf­he­bung des Urteils und die Zurück­ver­wei­sung der Streit­sa­che zur ander­wei­ti­gen Ver­hand­lung und Ent­schei­dung an das Finanz­ge­richt begehrt wird.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die nur teil­wei­se Anfech­tung des finanz­ge­richt­li­chen Urteils

So auch in dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall: Eine teil­wei­se Auf­he­bung des finanz­ge­richt­li­chen Urteils, in dem die Schen­kungsteu­er wegen Berück­sich­ti­gung eines ande­ren Umrech­nungs­kur­ses für die im Jahr 2010 erfolg­ten Zuflüs­se auf dem Kon­to der Klä­ge­rin bei der Schwei­zer Bank her­ab­ge­setzt wur­de, kommt nicht in Betracht. Das Urteil betrifft nur einen nicht teil­ba­ren Streit­ge­gen­stand, näm­lich die Steu­er­fest­set­zung für 2010. Das Finanz­amt hat für alle Zah­lun­gen an die Klä­ge­rin im Jahr 2010 die Schen­kungsteu­er in einem Betrag fest­ge­setzt. Der von der Klä­ge­rin gel­tend gemach­te Ver­fah­rens­feh­ler betrifft das dazu ergan­ge­ne Urteil des Finanz­ge­richts, das des­halb nur ins­ge­samt auf­ge­ho­ben wer­den kann.

Aus die­sem Grund ist der Antrag der Klä­ge­rin, der auf die Auf­he­bung des finaz­ge­richt­li­chen Urteils gerich­tet ist, soweit sie dadurch beschwert ist, dahin aus­zu­le­gen, dass sie die voll­stän­di­ge Auf­he­bung die­ses Urteils und die Zurück­ver­wei­sung der Streit­sa­che zur ander­wei­ti­gen Ver­hand­lung und Ent­schei­dung an das Finanz­ge­richt begehrt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 17. Juli 2019 – II B 30/​18; II B 30/​18; II B 32/​18; II B 33/​18; II B 34/​18; II B 38/​18