Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Rechts­fra­ge von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung

Einer Rechts­fra­ge kommt grund­sätz­li­che Bedeu­tung nach Maß­ga­be von § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO zu, wenn sie klä­rungs­be­dürf­tig ist.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und die Rechts­fra­ge von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung

Klä­rungs­be­darf besteht im All­ge­mei­nen nicht mehr, wenn

  • die Rechts­fra­ge bereits vom Bun­des­fi­nanz­hof geklärt wor­den ist und
  • kei­ne neu­en Gesichts­punk­te erkenn­bar oder vor­ge­tra­gen sind, die eine erneu­te Prü­fung und Ent­schei­dung die­ser Fra­ge gebo­ten erschei­nen las­sen [1].

An der Klä­rungs­be­dürf­tig­keit fehlt es auch dann, wenn die Rechts­fra­ge offen­sicht­lich so zu beant­wor­ten ist, wie es das Finanz­ge­richt getan hat, die Rechts­la­ge also ein­deu­tig ist [2].

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 1. Juli 2020 – II B 89/​19

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung des BFH; vgl. etwa BFH, Beschlüs­se vom 22.12.2011 – XI B 21/​11, BFH/​NV 2012, 813; vom 23.10.2019 – VII B 40/​19, BFH/​NV 2020, 81, Rz 15; und vom 20.01.2020 – VIII B 121/​19, BFH/​NV 2020, 506, Rz 3[]
  2. BFH, Beschluss vom 05.07.2018 – X B 24/​18, BFH/​NV 2018, 1148, Rz 9[]