Not­wen­di­ge Bei­la­dung im finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren

Nach § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO sind Drit­te zum finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren not­wen­dig bei­zu­la­den, wenn die­se an dem strei­ti­gen Rechts­ver­hält­nis der­art betei­ligt sind, dass die gericht­li­che Ent­schei­dung auch ihnen gegen­über nur ein­heit­lich erge­hen kann.

Not­wen­di­ge Bei­la­dung im finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren

Das ist der Fall, wenn die Ent­schei­dung nach Maß­ga­be des mate­ri­el­len Steu­er­rechts not­wen­di­ger­wei­se und unmit­tel­bar Rech­te oder Rechts­be­zie­hun­gen des Drit­ten gestal­tet, bestä­tigt, ver­än­dert oder zum Erlö­schen bringt 1.

Die not­wen­di­ge Bei­la­dung soll sicher­stel­len, dass eine Sach­ent­schei­dung, die die Rech­te eines Drit­ten in der vor­be­zeich­ne­ten Wei­se betrifft und aus die­sem Grun­de auch ihm gegen­über nur ein­heit­lich erge­hen kann, nicht ohne Betei­li­gung die­ses Drit­ten erlas­sen wird 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 19. Dezem­ber 2018 – I R 71/​16

  1. z.B. BFH, Urteil vom 19.04.1988 – VII R 56/​87, BFHE 153, 472, BSt­Bl II 1988, 789[]
  2. z.B. BFH, Beschluss vom 12.01.2001 – VI R 49/​98, BFHE 194, 6, BSt­Bl II 2001, 246[]
  3. vgl. BVerfGE 67, 43, 58; 96, 27, 39[]