Nur noch alle 2 Jah­re zum Finanz­amt? – Aktu­ell geplan­te Steu­er­än­de­run­gen

Die Bun­des­re­gie­rung erwar­tet, dass etwa 300.000 Steu­er­pflich­ti­ge ihre Steu­er­klä­rung in Zukunft nur noch alle zwei Jah­re statt bis­her jähr­lich abge­ben wer­den, wenn die­se im Ent­wurf eines "Steu­er­ver­ein­fa­chungs­ge­set­zes" ent­hal­te­ne Mög­lich­keit umge­setzt wird.

Nur noch alle 2 Jah­re zum Finanz­amt? – Aktu­ell geplan­te Steu­er­än­de­run­gen

Der von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­te Gesetz­ent­wurf sieht neben der Mög­lich­keit, die Steu­er­erklä­rung nur noch alle zwei Jah­re abzu­ge­ben, eine Rei­he von wei­te­ren Ände­run­gen vor:

Zudem wird der Kata­log der steu­er­frei­en Ein­nah­men des § 3 EStG um sol­che Befrei­ungs­vor­schrif­ten berei­nigt, die heu­te in der Pra­xis kei­ne Bedeu­tung mehr haben. Dies betrifft fol­gen­de Tat­be­stän­de:

Die gesetz­li­chen Neu­re­ge­lun­gen sind im Ver­bund mit wei­te­ren nicht­ge­setz­li­chen Maß­nah­men der Finanz­ver­wal­tung im Bund und in den Län­dern zu sehen. Zu die­sen flan­kie­ren­den Maß­nah­men gehö­ren ins­be­son­de­re die

  • schritt­wei­se Ein­füh­rung IT-basier­ter Ver­fah­ren für mög­lichst alle Pha­sen des Besteue­rungs­pro­zes­ses als Alter­na­ti­ve zu den papier­ge­stütz­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­gen,
  • Bereit­stel­lung einer elek­tro­ni­schen vor­aus­ge­füll­ten Steu­er­erklä­rung bei der Ein­kom­men­steu­er sowie die anwen­der­freund­li­che­re Gestal­tung von Steu­er­erklä­rungs­vor­dru­cken,
  • Fle­xi­bi­li­sie­rung der steu­er­li­chen För­de­rung der pri­va­ten Alters­vor­sor­ge,
  • zeit­na­he Betriebs­prü­fung und die
  • Erleich­te­rung der Nach­weis­pflich­ten bei umsatz­steu­er­frei­en inner­ge­mein­schaft­li­chen Lie­fe­run­gen.