PKH-Bewil­li­gung nach Urteils­ver­kün­dung

Pkh kann nach instanz­be­en­den­der Ent­schei­dung nur gewährt wer­den, wenn vor­her ein bewil­li­gungs­rei­fer Antrag mit Erklä­rung über die per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se nebst Bele­gen vor­lag.

PKH-Bewil­li­gung nach Urteils­ver­kün­dung

Ein Antrag auf Pro­zess­kos­ten­hil­fe "für alle Ver­fah­ren ab 1999" ist als nach § 142 FGO i. V. m. § 114 ff. ZPO evi­dent unzu­läs­sig zu ver­wer­fen, soweit er sich auf beim Finanz­ge­richt – z. B. durch ver­kün­de­te oder zuge­stell­te instanz­be­en­den­de Ent­schei­dun­gen – abge­schlos­se­ne Ver­fah­ren bezieht und – wie im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren – zur Zeit der Erle­di­gung des Ver­fah­rens kein bewil­li­gungs­rei­fer Pro­zess­kos­ten­hil­fe­an­trag mit Erklä­rung über die per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se nebst Bele­gen gemäß § 117 ZPO vor­lag 1.

Finanz­ge­richt Ham­burg, Beschluss vom 11. Janu­ar 2016 – 3 V 201/​15

  1. vgl. Beschlüs­se BVerfG vom 14.04.2010 1 BvR 362/​10, Juris; OVG Ber­lin-Bran­den­burg vom 03.03.2015 11 M 43.14, Juris; Bay. LSG vom 14.11.2014 L 16 AS 499/​14 B, NZS 2015, 199; OLG Hamm vom 17.03.2004 11 WF 4/​04, Fam­RZ 2005, 463; ständ. Rspr.[]