Prä­mie für "Whist­leb­lo­wing" – und ihre Besteue­rung

Die Grund­sät­ze zur steu­er­li­chen Ein­ord­nung der Zah­lung einer Prä­mie an einen "Whist­leb­lo­wer" und der damit zusam­men­hän­gen­de Begriff der sons­ti­gen Leis­tung i.S. des § 22 Nr. 3 EStG sind in der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs geklärt.

Prä­mie für "Whist­leb­lo­wing" – und ihre Besteue­rung

Danach reicht es für die Steu­er­bar­keit als sons­ti­ge Leis­tung aus, wenn die Aus­keh­rung der Prä­mie nach Maß­ga­be und Durch­füh­rung des mit dem "Whist­leb­lo­wer" abge­schlos­se­nen ent­gelt­li­chen Ver­trags als Gegen­leis­tung für sein (akti­ves wie auch pas­si­ves) Ver­hal­ten ein­zu­ord­nen ist.

Denn eine sons­ti­ge Leis­tung i.S. des § 22 Nr. 3 EStG stellt jedes Tun, Dul­den oder Unter­las­sen dar, das Gegen­stand eines ent­gelt­li­chen Ver­trags sein kann und das eine Gegen­leis­tung aus­löst 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 23. März 2016 – IX B 22/​16

  1. vgl. BFH, Urtei­le vom 21.09.2004 – IX R 13/​02, BFHE 207, 284, BSt­Bl II 2005, 44; vom 26.10.2004 – IX R 53/​02, BFHE 207, 305, BSt­Bl II 2005, 167; vom 25.02.2009 – IX R 33/​07, BFH/​NV 2009, 1253; vom 24.04.2012 – IX R 6/​10, BFHE 237, 197, BSt­Bl II 2012, 581; vom 19.03.2013 – IX R 65/​10, BFH/​NV 2013, 1085; und vom 14.04.2015 – IX R 35/​13, BFHE 249, 488, BSt­Bl II 2015, 795, unter II. 1.b[]