Pro­zes­sur­teil statt Sachur­teil – oder: die doch nicht ver­säum­te Kla­ge­frist

Wird über eine Kla­ge objek­tiv feh­ler­haft nicht zur Sache, son­dern durch Pro­zes­sur­teil ent­schie­den, so liegt dar­in ein Ver­fah­rens­man­gel 1. Dies gilt ins­be­son­de­re dann, wenn das Gericht zu Unrecht davon aus­geht, dass die Kla­ge­frist ver­säumt wur­de 2.

Pro­zes­sur­teil statt Sachur­teil – oder: die doch nicht ver­säum­te Kla­ge­frist

Der Ver­fah­rens­feh­ler hat zur Fol­ge, dass die Vor­ent­schei­dung ohne sach­li­che Nach­prü­fung auf­zu­he­ben und der Rechts­streit zur ander­wei­ti­gen Ver­hand­lung und Ent­schei­dung zurück­zu­ver­wei­sen ist (§ 116 Abs. 6 FGO).

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 19. Sep­tem­ber 2017 – IV B 85/​16

  1. BFH, Beschlüs­se vom 05.11.2007 – IV B 166/​06, BFH/​NV 2008, 248; und vom 25.03.2015 – V B 163/​14[]
  2. BFH, Beschluss vom 25.03.2015 – V B 163/​14[]