Recht­li­ches Gehör und die nicht ein­ge­hal­te­ne Ladungs­frist

Die Nicht­ein­hal­tung der Ladungs­frist stellt eine Ver­sa­gung des recht­li­chen Gehörs gegen­über den Klä­gern dar [1]. Eine Hei­lung die­ses Ver­fah­rens­man­gels ist bei rüge­lo­ser Ein­las­sung der ver­spä­tet Gela­de­nen auf die münd­li­che Ver­hand­lung mög­lich [2].

Recht­li­ches Gehör und die nicht ein­ge­hal­te­ne Ladungs­frist

Ist eine sol­che Hei­lung nicht ein­ge­tre­ten, beruht das ange­foch­te­ne Urteil auf dem Ver­fah­rens­man­gel (§ 115 Abs. 2 Nr. 3 i.V.m. § 119 Nr. 3 FGO).

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 6. Dezem­ber 2011 – VIII B 50/​11

  1. BFH, Urtei­le vom 21.01.1981 – II R 91/​79, BFHE 132, 394, BStBl II 1981, 401; und vom 17.11.1989 – VI R 38/​86, BFH/​NV 1990, 650; Gräber/​Koch, Finanz­ge­richts­ord­nung, 7. Aufl., § 91 Rz 14, m.w.N.[]
  2. vgl. BFH-Urteil in BFH/​NV 1990, 650[]