Recht­li­ches Gehör vor Erlass eines Gerichts­be­scheids

Art. 103 Abs. 1 GG gewähr­leis­tet den Betei­lig­ten eines gericht­li­chen Ver­fah­rens das Recht, vor Gericht Anträ­ge zu stel­len und Aus­füh­run­gen zur Sache zu machen.

Recht­li­ches Gehör vor Erlass eines Gerichts­be­scheids

Mit dem über­wie­gen­den Schrift­tum ist aller­dings davon aus­zu­ge­hen, dass es eines Hin­wei­ses auf die beab­sich­tig­te Ver­fah­rens­wei­se vor Erlass eines Gerichts­be­scheids nicht bedarf [1].

Denn den Betei­lig­ten steht es offen, sich recht­li­ches Gehör durch einen Antrag nach § 90a Abs. 2 Satz 1 FGO zu ver­schaf­fen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 3. Sep­tem­ber 2015 – VII B 4/​15

  1. Mai in Beermann/​Gosch, FGO, § 90a Rz 20; Schall­mo­ser in HHSp, § 90a FGO Rz 39; Bran­dis in Tipke/​Kruse, Abga­ben­ord­nung, Finanz­ge­richts­ord­nung, § 90a Rz 4 und Fu in Schwarz/​Pahlke, AO, FGO, § 90a Rz 6, der dar­auf hin­weist, dass die ande­re Ansicht von Gräber/​Koch, a.a.O., § 90a Rz 6 durch die Fas­sung des § 90a Abs. 2 FGO ab 2001 über­holt ist[]