Rechts­an­walt und Steu­er­be­ra­ter als gemein­sa­me Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te – und die Kos­ten­er­stat­tung

Nach § 139 Abs. 1 FGO kön­nen nur die zur zweck­ent­spre­chen­den Rechts­ver­fol­gung oder Rechts­ver­tei­di­gung not­wen­di­gen Auf­wen­dun­gen erstat­tet wer­den. Die Kos­ten meh­re­rer Rechts­an­wäl­te sind nach § 91 Abs. 2 Satz 2 ZPO nur inso­weit zu erstat­ten, als sie die Kos­ten eines Rechts­an­walts nicht über­stei­gen oder als in der Per­son des Rechts­an­walts ein Wech­sel ein­tre­ten muss­te.

Rechts­an­walt und Steu­er­be­ra­ter als gemein­sa­me Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te – und die Kos­ten­er­stat­tung

Die­se Vor­schrift ist gemäß § 155 Satz 1 FGO auch im finanz­ge­richt­li­chen Kos­ten­fest­set­zungs­ver­fah­ren ‑in dem § 45 StBGe­bV auch für Steu­er­be­ra­ter die sinn­ge­mä­ße Anwen­dung der Vor­schrif­ten des Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­set­zes vor­schreibt- zu beach­ten.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 25. März 2015 – X K 8/​13