Rechts­schutz für im Ein­spruchs­ver­fah­ren Hin­zu­ge­zo­ge­ne

Die Rech­te des zum Ein­spruchs­ver­fah­ren Hin­zu­ge­zo­ge­nen sind (i.S. des § 40 Abs. 2 FGO) ver­letzt, wenn die Ein­spruchs­ent­schei­dung den Hin­zu­ge­zo­ge­nen for­mell und mate­ri­ell beschwert.

Rechts­schutz für im Ein­spruchs­ver­fah­ren Hin­zu­ge­zo­ge­ne

Der Hin­zu­ge­zo­ge­ne ist kla­ge­be­fugt, wenn das Finanz­amt dem Ein­spruch des Ein­spruchs­füh­rers in der Ein­spruchs­ent­schei­dung abhilft, dem Hin­zu­ge­zo­ge­nen die Ein­spruchs­ent­schei­dung bekannt­ge­ge­ben wor­den ist und in der Ein­spruchs­ent­schei­dung (bin­den­de) Fest­stel­lun­gen getrof­fen sind, die gemäß § 174 Abs. 5 i.V.m. Abs. 4 AO im Fol­ge­än­de­rungs­ver­fah­ren für den Hin­zu­ge­zo­ge­nen zu einer nach­tei­li­gen Kor­rek­tur füh­ren kön­nen.

Das Finanz­amt ist mate­ri­ell beschwert (und damit zur Revi­si­on befugt), wenn durch ein kla­ge­ab­wei­sen­des Pro­zes­sur­teil gegen einen Hin­zu­ge­zo­ge­nen der Ein­spruchs­ent­schei­dung die Bin­dungs­wir­kung für das Fol­ge­än­de­rungs­ver­fah­ren abge­spro­chen wird.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 29. April 2009 – X R 16/​06