Rechts­weg­rü­ge – nur in der ers­ten Instanz

Nach § 17a Abs. 3 Satz 2 GVG hat das Gericht auf die Rüge, der Rechts­weg sei unzu­läs­sig, hier­über vor­ab zu ent­schei­den. Die­ser Beschluss ist nach Maß­ga­be von § 17a Abs. 4 GVG anfecht­bar. Nach § 17a Abs. 5 GVG prüft das Gericht im Rechts­mit­tel­ver­fah­ren gegen die Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che nicht (mehr), ob der beschrit­te­ne Rechts­weg zuläs­sig ist.

Rechts­weg­rü­ge – nur in der ers­ten Instanz

§ 17a Abs. 5 GVG ist nur dann nicht anwend­bar, wenn die Vor­in­stanz das Ver­fah­ren nach § 17a GVG nicht beach­tet hat [1].

Nach die­sen Grund­sät­zen hat der Bun­des­fi­nanz­hof über die Zuläs­sig­keit des Rechts­wegs nicht mehr zu befin­den. Das Finanz­ge­richt hat dem Ver­fah­ren des § 17a Abs. 3, 4 GVG ent­spre­chend durch unan­fecht­ba­ren Beschluss vor­ab über die Zuläs­sig­keit des Rechts­wegs ent­schie­den. Nach § 17a Abs. 5 GVG prüft daher der Bun­des­fi­nanz­hof den Rechts­weg im Ver­fah­ren über die Nicht­zu­las­sung der Beschwer­de oder die Revi­si­on gegen das Urteil in der Haupt­sa­che nicht mehr.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 24. Juni 2014 – X B 216/​13

  1. BGH, Ent­schei­dun­gen vom 23.09.1992 – I ZB 3/​92, BGHZ 119, 246; und vom 25.02.1993 – III ZR 9/​92, BGHZ 121, 367; BVerwG, Beschluss vom 28.01.1994 – 7 B 198/​93, NJW 1994, 956, m.w.N.; Zöller/​Lückemann, ZPO, 30. Aufl., § 17a GVG Rz 17, 18[]