Revi­si­ons­zu­las­sung – und die Sach­auf­klä­rungs­pflicht des Finanzgerichts

Die schlüs­si­ge Dar­le­gung der Ver­let­zung der Sach­auf­klä­rungs­pflicht (§ 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) durch das Finanz­ge­richt erfor­dert Anga­ben, wel­che Tat­sa­chen das Finanz­ge­richt mit wel­chen Beweis­mit­teln noch hät­te auf­klä­ren sol­len und wes­halb sich dem Finanz­ge­richt eine Auf­klä­rung unter Berück­sich­ti­gung sei­nes ‑inso­weit maß­geb­li­chen- Rechts­stand­punk­tes hät­te auf­drän­gen müssen.

Revi­si­ons­zu­las­sung – und die Sach­auf­klä­rungs­pflicht des Finanzgerichts

Dar­über hin­aus ist dar­zu­le­gen, wel­ches Ergeb­nis die Beweis­erhe­bung hät­te erwar­ten las­sen und inwie­fern die­ses zu einer für den Klä­ger güns­ti­ge­ren Ent­schei­dung hät­te füh­ren kön­nen1

Außer­dem muss ein Beschwer­de­füh­rer vor­tra­gen, dass er den Ver­stoß in der Vor­in­stanz gerügt habe oder aus wel­chen ent­schuld­ba­ren Grün­den er an einer sol­chen Rüge vor dem Finanz­ge­richt gehin­dert war2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 23. März 2021 – XI B 69/​20

  1. vgl. z.B. BFH, Beschlüs­se vom 02.03.2017 – XI B 81/​16, BFH/​NV 2017, 748, Rz 28; vom 04.03.2020 – XI B 30/​19, BFH/​NV 2020, 611, Rz 11[]
  2. vgl. z.B. BFH, Beschlüs­se vom 05.12.2013 – XI B 1/​13, BFH/​NV 2014, 547, Rz 9; in BFH/​NV 2017, 748, Rz 31[]